Am 20. Januar war nicht nur die Amtseinführung von unserem neuen Präsidenten Donald Trump, sondern viel wichtiger für uns war unser dreijähriges Jubiläum in den USA und in Jacksonville.
Drei Jahre sind wir nun hier und auch in Jahr 3 hat sich sehr viel - überwiegend Gutes - getan.
Highlights:
- ganz klare Nummer 1: die Geburt unseres Sohnes Eric
- unsere erste Kreuzfahrt im Januar
- Helene's neuer Kindergarten
- das erste Mal Disney mit den Kindern
- ein paar Verschönerungen rund ums Haus
- viele tolle Stunden mit netten Freunden und unseren Familien
- Praesidentschaftwahlkampf a la USA
...um nur einiges zu nennen.
Es geht uns nach wie vor ziemlich gut und wir fühlen uns mit der damaligen Entscheidung hierher zu kommen immer noch sehr wohl.
Inzwischen sind wir mit dem Büro umgezogen und parallel dazu wurde auch ein neuer Interstate Zubringer eröffnet wodurch mein Arbeitsweg sich nochmal etwas reduziert hat und mich an einigen praktischen Geschäften vorbeiführt. Das ist insofern prima weil ich dann unterwegs einfach mal schnell ein paar Sachen einkaufen kann und wir so wertvolle Familienzeit am Wochenende nicht nur mit Einkaufen verbringen müssen.
Die Anpassung an den klassischen amerikanischen Alltag erfolgt langsam und schleichend, aber er erfolgt. Unterwegs essen, drive through (nicht nur zum essen sondern auch Apotheke oder Bankschalter) oder viele alltägliche Bequemlichkeiten haben sich längst eingeschlichen. Der (fast) tägliche Starbucks Besuch meiner Frau ist quasi schon Routine ;-)
Mit der Zeit bekommt man auch so seinen Überblick und wir sind immer mehr in der Lage, bessere Entscheidungen zu treffen. Am Anfang ist die Gefahr hier sehr groß, dass man sich überrumpeln lässt und schnell mal etwas kauft, weil der Verkäufer so nett ist oder weil man es halt einfach nicht besser weiss. Immer mehr durchsteigst du dann auch den Wirrwarr mit Versicherungen, Finanzen im allgemeinen oder den ganzen Healthcare Kram.
Ich habe mal wieder in meinen 1 Jahres Post geschaut und natürlich etwas geschmunzelt, was so die Pros und Cons damals waren. Im Grunde haben wir uns hier mit allem arrangiert oder eben Produkte/Dinge gefunden, die uns eigentlich nichts mehr so recht vermissen lassen. Ich werde ja öfters gefragt was ich so vermisse und ich muss ehrlich sagen, dass mir das schwer fällt zu beantworten. Ich glaube es sind so gewisse Kleinigkeiten wie zB mal eine frische, resche Brez'n oder ein paar Landjäger zur Brotzeit. Bekommt man hier auch mitunter, aber in Jacksonville eben nicht so einfach wie in anderen Ecken wo es deutsche Metzger gibt.
Wie ihr seht lebt es sich inzwischen so im Alltag dahin was mir auch das Bloggen schwer macht, denn über unseren Familienalltag will ich und wollte ich auch gar nicht so wirklich viel Berichten. Ich meine da gibt es spannendere Themen. Vielmehr wollte und will ich das Thema auswandern, Kulturveränderung und die eigene Ziel- und Traumverwirklichung schriftlich festhalten. Wir gehen jetzt in eine neue Phase, die Assimilierung ;-) - Spass beiseite aber ich denke der Blog hat so sein natürliches Ende gefunden. Nach 3 Jahren gehören wir nicht mehr zu den frisch ausgewanderten und haben nicht mehr so viel Tipps und Vergleiche parat wie am Anfang. Ich überlege stets worüber ich schreiben könnte weil es mir im Grunde schon Spass macht. Aber ich habe dann auch den Anspruch etwas an Mehrwert zu liefern - sonst können ja alle auch einfach nur Dschungelcamp kucken. Momentan habe ich noch nicht so den perfekten Plan, aber mir fällt schon noch was ein.
Mal sehen wie ich es hier handhabe - vermutlich sporadisch hier und da ein Beitrag, aber sicherlich nicht so regelmäßig wie 2014.
In diesem Sinne - vielen Dank fuer's lesen, kommentieren und kontaktieren. Bis bald! Prost! Go Jags!
Song of the day: Niemals geht man so ganz - Trude Herr
Donnerstag, 26. Januar 2017
Sonntag, 21. August 2016
Eric ist da
Auf diesen Post habe ich mich sehr gefreut.
Wir sind stolz und uebergluecklich, dass am Samstag den 13. August unser Sohn Eric das Licht der Welt erblickte. Nachdem er sich ja entschied ein wenig laenger im Mama's kuschligem Bauch zu bleiben waren wir dann doch sehr froh, als es endlich soweit war.
Die letzte Woche haben wir dann zusammen zu Hause verbracht. Annika und Eric wurden leider erst am Dienstag aus dem Krankenhaus entlassen, aber seitdem sind wir vier nun zu Hause und leben uns mit der neuen Situation ein. Immerhin haben wir ja jetzt einen waschechten Amerikaner im Haushalt ;-)
Ueber meinen Arbeitgeber bekomme ich immerhin oder leider nur - wie man's nimmt - eine Woche Paternity leave (Vaterschaftsurlaub). Diese ist jetzt aufgebraucht und naechste Woche nehme ich noch etwas von meinem Urlaub. Da Helene ja nun in einen neuen Kindergarten geht, welcher auf dem Weg zur Arbeit liegt, werde ich dann die Kindergartentage arbeiten um etwas Urlaub zu sparen.
Wir halten derzeit den Besuch noch gering um so viel Zeit wie moeglich miteinander zu verbringen. Dennoch ist es unglaublich schoen zu sehen, wie viele Leute Eric begruessen wollen und wir waren beide ueberweltigt von den vielen Glueckwuenschen auf Facebook, SMS und What's App.
Was ein besonderer Brauch hier zu sein scheint ist, dass Nachbarn und Freunde der Eltern sich sehr liebevoll um die Neueltern kuemmern - meist in der Form von Essen. So bringen Leute mit kurzer Vorankuendigung eine Mahlzeit vorbei so dass sich das Paar weiter ganz auf die neue Aufgabe konzentrieren kann. Ich muss zugeben, dass dies schon eine enorme Erleichterung darstellt und wir haben es schon mehrmals in Anspruch genommen und werden das dann auch kuenftig fuer unsere Freunde tun.
Ich melde mich dann mit neuen Themen bald wieder - jetzt heisst es erst mal noch Familienkuscheln.
Bis dann :-)
Song of the day: Crying - Aerosmith
Wir sind stolz und uebergluecklich, dass am Samstag den 13. August unser Sohn Eric das Licht der Welt erblickte. Nachdem er sich ja entschied ein wenig laenger im Mama's kuschligem Bauch zu bleiben waren wir dann doch sehr froh, als es endlich soweit war.
Die letzte Woche haben wir dann zusammen zu Hause verbracht. Annika und Eric wurden leider erst am Dienstag aus dem Krankenhaus entlassen, aber seitdem sind wir vier nun zu Hause und leben uns mit der neuen Situation ein. Immerhin haben wir ja jetzt einen waschechten Amerikaner im Haushalt ;-)
Eric Alexander - 3,160g - 51.5cm - Aug 13
Ueber meinen Arbeitgeber bekomme ich immerhin oder leider nur - wie man's nimmt - eine Woche Paternity leave (Vaterschaftsurlaub). Diese ist jetzt aufgebraucht und naechste Woche nehme ich noch etwas von meinem Urlaub. Da Helene ja nun in einen neuen Kindergarten geht, welcher auf dem Weg zur Arbeit liegt, werde ich dann die Kindergartentage arbeiten um etwas Urlaub zu sparen.
Wir halten derzeit den Besuch noch gering um so viel Zeit wie moeglich miteinander zu verbringen. Dennoch ist es unglaublich schoen zu sehen, wie viele Leute Eric begruessen wollen und wir waren beide ueberweltigt von den vielen Glueckwuenschen auf Facebook, SMS und What's App.
Was ein besonderer Brauch hier zu sein scheint ist, dass Nachbarn und Freunde der Eltern sich sehr liebevoll um die Neueltern kuemmern - meist in der Form von Essen. So bringen Leute mit kurzer Vorankuendigung eine Mahlzeit vorbei so dass sich das Paar weiter ganz auf die neue Aufgabe konzentrieren kann. Ich muss zugeben, dass dies schon eine enorme Erleichterung darstellt und wir haben es schon mehrmals in Anspruch genommen und werden das dann auch kuenftig fuer unsere Freunde tun.
Ich melde mich dann mit neuen Themen bald wieder - jetzt heisst es erst mal noch Familienkuscheln.
Bis dann :-)
Song of the day: Crying - Aerosmith
Samstag, 30. Juli 2016
Jacksonville auf starkem Wachstumskurs
Zuerst heute mal brilliante Nachrichten aus meinem Büro - ja ihr habt richtig gesehen - Ü ;-)
Nachdem der Mac vor Urzeiten die Grätsche gemacht hatte habe ich mich doch mal zum Apple Store bemüht um zu sehen ob noch was zu retten ist - und siehe da - es war nur die Festplatte abgeraucht. Ich habe ihn nun wieder flott gemacht (zur Info: das ist ein deutscher Mac) weshalb ich jetzt wieder einen Rechner zu Hause habe mit Ä und Ö und natürlich Ü. Brilliant, nicht wahr :-)
Aber eigentlich möchte ich ein wenig über die neue Heimat Jacksonville in Florida sprechen. Man könnte sagen, der schlafende Riese im Nordosten Floridas. Zieht es ja sonst die meisten Deutschen eher nach Cape Coral oder Fort Myers ist unsere Gegend eher weniger bekannt.
Jacksonville macht sich gerade auf zum neuen Hotspot in Amerika.
Neulich bei Forbes gesehen: Jax auf Platz 2 der Städte wo Amerikaner gerade hinziehen.
Nachdem der Mac vor Urzeiten die Grätsche gemacht hatte habe ich mich doch mal zum Apple Store bemüht um zu sehen ob noch was zu retten ist - und siehe da - es war nur die Festplatte abgeraucht. Ich habe ihn nun wieder flott gemacht (zur Info: das ist ein deutscher Mac) weshalb ich jetzt wieder einen Rechner zu Hause habe mit Ä und Ö und natürlich Ü. Brilliant, nicht wahr :-)
Aber eigentlich möchte ich ein wenig über die neue Heimat Jacksonville in Florida sprechen. Man könnte sagen, der schlafende Riese im Nordosten Floridas. Zieht es ja sonst die meisten Deutschen eher nach Cape Coral oder Fort Myers ist unsere Gegend eher weniger bekannt.
Jacksonville macht sich gerade auf zum neuen Hotspot in Amerika.
Neulich bei Forbes gesehen: Jax auf Platz 2 der Städte wo Amerikaner gerade hinziehen.
Warum ist das so? Nun dafür gibt es eine Menge Gründe, aber neben Wetter und der attraktiven Lage am Meer gibt es ein paar harte Fakten die Jacksonville attraktiv machen:
Zum Einen ist da die nicht vorhandene State income tax in Florida, welche den Paycheck (den Gehaltszettel) größer macht. Zum Anderen sind es die immer noch recht erschwinglichen Preise am Immobilienmarkt (siehe auch im Bild und vergleicht mal mit den anderen genannten Städten).
Hauptgrund ist aber aus meiner Sicht die wirtschaftliche Macht und die Jobs, welche hier in der Stadt entstehen.
Einige Beispiele:
Amazon baut ein neues Logistikzentrum mit 1,500 neuen Jobs auf. (Link)
Citibank schafft 800 neue Stellen. (Link)
Top Golf 450 neue Stellen (Link)
IKEA 250 Jobs (Link)
Mercedes Benz - 50 neue Stellen (Link)
Also wenn ich Recruiter wäre würde ich ja glatt nach Jacksonville ziehen, wenn ich nicht schon dort wohnen würde....
Dazu kommen noch erhebliche Investitionen in die Infrastruktur, vor allem Strassenbau. Aber es entstehen auch viele neue Wohngebiete, Shopping plazas mit immer besseren kulinarischen Angeboten. Ich prohpezeihe einen Boom und bin gespannt, wie sich die Preise für Immobilien in den kommenden Jahren entwickeln.
Das Sahnehäubchen ist dabei natürlich, dass (fast) vor unserer Haustüre das größte Shopping Areal in Northeast Florida entsteht (Link). Ein riesen Projekt was jede Menge Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants und Jobs vor unsere Haustür bring. Das sind mal klasse Aussichten und machen die Gegend in der wir leben (zwischen Jacksonville und St. Augustin) zum absoluten Hotspot in den nächsten Jahren.
Nicht vergessen werden darf dabei auch, dass St. Johns county das mitunter beste public school system in ganz Florida hat, was es für Familien mit Kindern natürlich enorm attraktiv macht, sich in dieser Gegend niederzulassen.
Noch ein weiterer Vorteil für uns: wenn man mal die Nase voll hat von Strand und Meer ist man auch schnell mal in die anderen Staaten gefahren und kann einige Ziele gut mit dem Auto machen wie z.B. Georgia (Savannah, Atlanta), North und South Carolina oder Tennessee. Wie in einem anderen Post erwähnt sind wir auch in einer Tagestour schon bis nach New Orleans gefahren. Vorteil wenn man eben hier oben im nördlichen Teil des Bundesstaates sitzt.
So, genug geschwärmt von der neuen Heimat. Ich fand es einfach mal interessant aufzuzeigen, dass hier echt viel passiert und Jacksonville nicht mehr lange ein Geheimtip bleiben wird. Wir wühlen uns hier sehr wohl und freuen uns auf das was kommt.
In diesem Sinne - take care!
Heute mal kein Song of the day: heute will ich mir einfach mal ein Ü kaufen ;-)
Samstag, 9. Juli 2016
Die Sache mit der sales tax
Heute muss ich mal etwas weitergeben was ich so noch gar nicht richtig auf dem Schirm hatte. Die Langzeitamis unter euch werden jetzt sicherlich schmunzeln, aber ich kann mir auch vorstellen dass es einigen von euch so wie mir geht und das Thema recht neu ist.
Grundsaeztlich mal ist einkaufen in den USA ja fundamental anders als in Deutschland (sollte sagen Europa). Die Preise die ausgewiesen werden im Geschaeft oder Restaurant sind hierzulande immer vor Steuer (Mehrwertsteuer = sales tax). Sales tax ist in den USA Sache der Bundesstaaten und nicht des Landes wenn man so will. D.h. dass die Mehrwertsteuersaetze in jedem Staat unterschiedlich sein koennen. Den hoechsten aller Saetze hat aktuell Tennessee mit 9.45% und den niedrigsten Satz teilen sich gleich 5 Staaten indem es ueberhaupt keine Sales tax gibt: Alaska, Delaware, Montana, New Hampshire und Oregon. Hier in Florida (St. Johns county) haben wir 6.5%.
Das bedeutet wenn im Laden etwas fuer 100$ ausgezeichnet ist, bezahle ich an der Kasse entsprechend 106.50$. Dienstleistungen sind dagegen nicht von der sales tax betroffen. D.h. wenn ich beispielsweise beim Friseur ein Angebot fuer 10$ habe bezahle ich auch nur 10$ - ohne Steuer.
Interessant ist nun die Regelung, wenn man etwas online bestellt. Dann wird es schwierig die Steuerregeln zu begreifen. Sofern der online Haendler einen Store oder aehnliches in dem Staat hat indem man selber lebt, wird auch sales tax einbehalten. Ist das jedoch nicht der Fall kann es sein, dass der Online Store keine sales tax einbehaelt.
Beispiel:
Ich kaufe eine Kamera fuer 1,000$ und gehe zu Best Buy (ist hier sowas wie Media Markt). Meine Rechnung wird dann 1,065$ ausweisen.
Kaufe ich die Kamera bei einem online shop der die gewissen Rahmenbedingungen erfuellt, bezahle ich lediglich die 1,000$. Satte 65$ weniger.
Da draengte sich mir die Frage auf: Was ist dass denn? Ist das legal?
Die Antwort ist JEIN.
Es gibt eine so genannte consumer use tax, welche genau in solchen Faellen faellig wird. Der Unterschied ist nur, dass diese nicht vom Shop einbehalten wird, sondern vom Consumer direkt an den State entrichtet werden muss. De facto macht das aber niemand weil es zum einen von den Staaten nicht wirklich eingetrieben wird und weil auch niemand wirklich weiss wo und wie das zu entrichten ist. Manche Staaten haben das auf dem Formular fuer die Steuererklaerung und bei manchen kann das auch ueber ein separates Formular deklariert werden.
Ist ein bisschen wie beim Zoll, nur ohne Kontrolle. Soll heissen, rein rechtlich ist diese Steuer zwar faellig, praktisch bezahlt diese aber niemand.
Den Staaten gehen somit Milliarden verloren und es wird sicherlich nicht mehr lange dauern bis diese Luecke geschlossen wird, von welchem Praesidenten auch immer. Oder die Staaten ueberlegen sich einen Weg, wie sie an die Kohle kommen. Was ich so im Internet gelesen habe sind diese wohl eher hinter Unternehmen her auf diesem Gebiet und weniger hinter Privatpersonen.
Auf jedenfall erklaert das, was mich wirklich verwundert hatte. Warum bezahle ich manchmal Steuer und manchmal nicht. Bin kein Experte auf dem Gebiet und will es auch gar nicht werden, aber so ein bisschen background schadet nie. Und vor allem haette ich nie gedacht dass ein so grosses Land wie die USA mit massivem Konsum so eine laecherliche Luecke im System hat, was geradezu einlaedt sich dies zu Nutze zu machen. Just saying....
Wir sind ja alles schon gross und jeder kann selbst entscheiden, was er mit dem Wissen anfaengt.
In diesem Sinne - heute habe ich leider kein Foto fuer euch (wuesste auch nicht was dazu passt) :-)
See you soon!
Song of the day: Breaking the law - Judas Priest
Grundsaeztlich mal ist einkaufen in den USA ja fundamental anders als in Deutschland (sollte sagen Europa). Die Preise die ausgewiesen werden im Geschaeft oder Restaurant sind hierzulande immer vor Steuer (Mehrwertsteuer = sales tax). Sales tax ist in den USA Sache der Bundesstaaten und nicht des Landes wenn man so will. D.h. dass die Mehrwertsteuersaetze in jedem Staat unterschiedlich sein koennen. Den hoechsten aller Saetze hat aktuell Tennessee mit 9.45% und den niedrigsten Satz teilen sich gleich 5 Staaten indem es ueberhaupt keine Sales tax gibt: Alaska, Delaware, Montana, New Hampshire und Oregon. Hier in Florida (St. Johns county) haben wir 6.5%.
Das bedeutet wenn im Laden etwas fuer 100$ ausgezeichnet ist, bezahle ich an der Kasse entsprechend 106.50$. Dienstleistungen sind dagegen nicht von der sales tax betroffen. D.h. wenn ich beispielsweise beim Friseur ein Angebot fuer 10$ habe bezahle ich auch nur 10$ - ohne Steuer.
Interessant ist nun die Regelung, wenn man etwas online bestellt. Dann wird es schwierig die Steuerregeln zu begreifen. Sofern der online Haendler einen Store oder aehnliches in dem Staat hat indem man selber lebt, wird auch sales tax einbehalten. Ist das jedoch nicht der Fall kann es sein, dass der Online Store keine sales tax einbehaelt.
Beispiel:
Ich kaufe eine Kamera fuer 1,000$ und gehe zu Best Buy (ist hier sowas wie Media Markt). Meine Rechnung wird dann 1,065$ ausweisen.
Kaufe ich die Kamera bei einem online shop der die gewissen Rahmenbedingungen erfuellt, bezahle ich lediglich die 1,000$. Satte 65$ weniger.
Da draengte sich mir die Frage auf: Was ist dass denn? Ist das legal?
Die Antwort ist JEIN.
Es gibt eine so genannte consumer use tax, welche genau in solchen Faellen faellig wird. Der Unterschied ist nur, dass diese nicht vom Shop einbehalten wird, sondern vom Consumer direkt an den State entrichtet werden muss. De facto macht das aber niemand weil es zum einen von den Staaten nicht wirklich eingetrieben wird und weil auch niemand wirklich weiss wo und wie das zu entrichten ist. Manche Staaten haben das auf dem Formular fuer die Steuererklaerung und bei manchen kann das auch ueber ein separates Formular deklariert werden.
Ist ein bisschen wie beim Zoll, nur ohne Kontrolle. Soll heissen, rein rechtlich ist diese Steuer zwar faellig, praktisch bezahlt diese aber niemand.
Den Staaten gehen somit Milliarden verloren und es wird sicherlich nicht mehr lange dauern bis diese Luecke geschlossen wird, von welchem Praesidenten auch immer. Oder die Staaten ueberlegen sich einen Weg, wie sie an die Kohle kommen. Was ich so im Internet gelesen habe sind diese wohl eher hinter Unternehmen her auf diesem Gebiet und weniger hinter Privatpersonen.
Auf jedenfall erklaert das, was mich wirklich verwundert hatte. Warum bezahle ich manchmal Steuer und manchmal nicht. Bin kein Experte auf dem Gebiet und will es auch gar nicht werden, aber so ein bisschen background schadet nie. Und vor allem haette ich nie gedacht dass ein so grosses Land wie die USA mit massivem Konsum so eine laecherliche Luecke im System hat, was geradezu einlaedt sich dies zu Nutze zu machen. Just saying....
Wir sind ja alles schon gross und jeder kann selbst entscheiden, was er mit dem Wissen anfaengt.
In diesem Sinne - heute habe ich leider kein Foto fuer euch (wuesste auch nicht was dazu passt) :-)
See you soon!
Song of the day: Breaking the law - Judas Priest
Samstag, 25. Juni 2016
Okay okay
Ihr lieben,
jetzt ist es schon fast ein Jahr her seit ich etwas gebloggt habe. Der Alltag hat uns fest im Griff und ich bin der Meinung, dass es gar nicht mehr so viel interessantes zu berichten gibt ueber unser Leben, nachdem der ganze aufregende Teil der Auswanderung langsam vorbei ist. Alltag eben.
Dennoch erreichen mich immer wieder Kommentare und Posts die nach Updates fragen, was mir ein gewisses Interesse an unseren naechsten Schritten zeigt. Auch wenn ich heute nicht sagen kann in welchen Abstaenden ich Blog Posts schreiben werde habe ich mich entschlossen, erst mal ein wenig weiter zu machen.
Fuer heute versuche ich einfach mal das letzte Jahre zusammenzufassen:
Wir wohnen noch immer in unserem Haus in St. Johns und haben es uns inzwischen sehr gemuetlich gemacht. Darunter zum Beispiel eine neue Innenfarbe im Wohnbereich oder einen Backsplash in der Kueche. Aber auch draussen haben wir unser sogenanntes Landscaping aufbegessert mit Curbings (das sind betonierte Rahmen an den Beeten), Ziersteinen statt Rindenmulch und einen neuen Rasen im hinteren Garten. Ich hatte ja schon mehrfach erwaehnt dass hier in der Gegend das St. Augustine Gras verwendet wird was eigentlich mehr Unkraut wie Rasen ist. Es sieht zwar schoen aus, ist aber ziemlich unangenehm zum drueberlaufen (und auch zu maehen).
Absolutes Highlight ist jedoch die Palme, die wir von meinem Dad im Dezember als Geschenk bekommen haben. Eine wunderschoene Geste mit Tiefgang, denn die Palme wird fuer immer an ihn erinnern und immer eine besondere Bedeutung fuer uns haben.... und sie sieht mega schick aus vor unserem Haus!
Ich habe noch immer meinen Job, der mir viel Spass macht und sich gut mit dem Privat- und Familienleben vereinbaren laesst. Mir bleibt genuegend Zeit um mit der Familie etwas zu unternehmen, was ich nach wie vor als absoluten Luxus empfinde.
Unsere Familienhighlights waren eine Kreuzfahrt im Januar mit Royal Caribbean (Oasis of the Seas), ein Kurzurlaub in Sarasota bei Astrid und Andi (topricalfruitgarden.com) sowie diverse Konzertbesuche (Luke Bryan, Jason Aldean) oder das Kindermusical Daniel Tiger.
Momentan befinden wir uns mit Familie Menesi in Fort Pierce und geniessen eine traumhafte Woche in einem Ferienaus mit Pool und nahe am Strand. Nicht zu vergessen auch das verlaengerte Wochenende in New Orleans mit meinem Dad, was ueber Jahrzehnte ein grosser Traum von ihm war.
Helene ist unsere Prinzessin und entwickelt sich rasend schnell zu einer richtigen kleinen Lady. Obwohl wir mit ihr nur deutsch sprechen sticht das Englische immer mehr durch, was hauptsaechlich von der Preschool kommt. Momentan sind Ferien aber von September bis Mai war sie 2x pro Woche in einem Kindergarten wo sie rein auf englisch unterrichtet worden ist.
Im Sommer wird sie dann auf eine neue Schule gehen, die etwas naeher an unserem Haus liegt und ebenso auf dem Weg zu meiner Arbeit ist. Bislang musste Annika ca. 25min fahren, was fuer einen 3h Tag im Kindergarten einfach zu aufwaendig auf Dauer ist.
Last but not least unsere groesste Neuigkeit ist, dass wir unseren zweiten Nachwuchs erwarten. Anfang August ist der errechnete Geburtstermin und wir werden einen Jungen bekommen. Alles verlaeuft soweit positiv so dass wir voller Vorfreude sind auf unseren Zuwachs. Helene wird eine grossartige "big sister" sein. Natuerlich stellt uns das auch vor grosse Herausforderungen, haben wir ja keine Familie um die Ecke die mal eben einspringt. Natuerlich wird die Family hier sein fuer ein paar Wochen, aber am Ende muessen wir lernen als Familie alles Herausforderungen zu viert zu meistern. Ich denke wir werden das gut hinbekommen und wir sind bester Dinge.
Eine Schwangerschaft verlaeuft hier in den USA ein wenig anders was die Untersuchungen etc. angeht, so dass es auch hier wieder viel zu lernen gab. Vor 2 Wochen hatten wir eine Krankenhaus Tour wo wir den Familien-Trakt besichtigt haben. Wir sind gut vorbereitet aber ein bisschen Unsicherheit und Aufregung bleiben.
Ich denke im Zeitraffer war das ein ganz guter Ueberblick - ich werde sicherlich einige Themen in mehr Details spaeter aufgreifen. Ihr koennt mir auch gerne Kommentare hinterlassen, was euch am Meisten interessiert, bin da ja flexibel.
So long - alles im Lot, uns geht es gut und wir haben gerade ein mega aufregendes Project "Baby" am Start. Auch 2.5 Jahre nach der Auswanderung wird es uns nicht langweilig.
Bis zum naechsten Mal.
Song of the Day - Babysitter Boogie - Ralf Bendix
jetzt ist es schon fast ein Jahr her seit ich etwas gebloggt habe. Der Alltag hat uns fest im Griff und ich bin der Meinung, dass es gar nicht mehr so viel interessantes zu berichten gibt ueber unser Leben, nachdem der ganze aufregende Teil der Auswanderung langsam vorbei ist. Alltag eben.
Dennoch erreichen mich immer wieder Kommentare und Posts die nach Updates fragen, was mir ein gewisses Interesse an unseren naechsten Schritten zeigt. Auch wenn ich heute nicht sagen kann in welchen Abstaenden ich Blog Posts schreiben werde habe ich mich entschlossen, erst mal ein wenig weiter zu machen.
Fuer heute versuche ich einfach mal das letzte Jahre zusammenzufassen:
Wir wohnen noch immer in unserem Haus in St. Johns und haben es uns inzwischen sehr gemuetlich gemacht. Darunter zum Beispiel eine neue Innenfarbe im Wohnbereich oder einen Backsplash in der Kueche. Aber auch draussen haben wir unser sogenanntes Landscaping aufbegessert mit Curbings (das sind betonierte Rahmen an den Beeten), Ziersteinen statt Rindenmulch und einen neuen Rasen im hinteren Garten. Ich hatte ja schon mehrfach erwaehnt dass hier in der Gegend das St. Augustine Gras verwendet wird was eigentlich mehr Unkraut wie Rasen ist. Es sieht zwar schoen aus, ist aber ziemlich unangenehm zum drueberlaufen (und auch zu maehen).
Absolutes Highlight ist jedoch die Palme, die wir von meinem Dad im Dezember als Geschenk bekommen haben. Eine wunderschoene Geste mit Tiefgang, denn die Palme wird fuer immer an ihn erinnern und immer eine besondere Bedeutung fuer uns haben.... und sie sieht mega schick aus vor unserem Haus!
Ich habe noch immer meinen Job, der mir viel Spass macht und sich gut mit dem Privat- und Familienleben vereinbaren laesst. Mir bleibt genuegend Zeit um mit der Familie etwas zu unternehmen, was ich nach wie vor als absoluten Luxus empfinde.
Unsere Familienhighlights waren eine Kreuzfahrt im Januar mit Royal Caribbean (Oasis of the Seas), ein Kurzurlaub in Sarasota bei Astrid und Andi (topricalfruitgarden.com) sowie diverse Konzertbesuche (Luke Bryan, Jason Aldean) oder das Kindermusical Daniel Tiger.
Momentan befinden wir uns mit Familie Menesi in Fort Pierce und geniessen eine traumhafte Woche in einem Ferienaus mit Pool und nahe am Strand. Nicht zu vergessen auch das verlaengerte Wochenende in New Orleans mit meinem Dad, was ueber Jahrzehnte ein grosser Traum von ihm war.
Helene ist unsere Prinzessin und entwickelt sich rasend schnell zu einer richtigen kleinen Lady. Obwohl wir mit ihr nur deutsch sprechen sticht das Englische immer mehr durch, was hauptsaechlich von der Preschool kommt. Momentan sind Ferien aber von September bis Mai war sie 2x pro Woche in einem Kindergarten wo sie rein auf englisch unterrichtet worden ist.
Im Sommer wird sie dann auf eine neue Schule gehen, die etwas naeher an unserem Haus liegt und ebenso auf dem Weg zu meiner Arbeit ist. Bislang musste Annika ca. 25min fahren, was fuer einen 3h Tag im Kindergarten einfach zu aufwaendig auf Dauer ist.
Last but not least unsere groesste Neuigkeit ist, dass wir unseren zweiten Nachwuchs erwarten. Anfang August ist der errechnete Geburtstermin und wir werden einen Jungen bekommen. Alles verlaeuft soweit positiv so dass wir voller Vorfreude sind auf unseren Zuwachs. Helene wird eine grossartige "big sister" sein. Natuerlich stellt uns das auch vor grosse Herausforderungen, haben wir ja keine Familie um die Ecke die mal eben einspringt. Natuerlich wird die Family hier sein fuer ein paar Wochen, aber am Ende muessen wir lernen als Familie alles Herausforderungen zu viert zu meistern. Ich denke wir werden das gut hinbekommen und wir sind bester Dinge.
Eine Schwangerschaft verlaeuft hier in den USA ein wenig anders was die Untersuchungen etc. angeht, so dass es auch hier wieder viel zu lernen gab. Vor 2 Wochen hatten wir eine Krankenhaus Tour wo wir den Familien-Trakt besichtigt haben. Wir sind gut vorbereitet aber ein bisschen Unsicherheit und Aufregung bleiben.
Ich denke im Zeitraffer war das ein ganz guter Ueberblick - ich werde sicherlich einige Themen in mehr Details spaeter aufgreifen. Ihr koennt mir auch gerne Kommentare hinterlassen, was euch am Meisten interessiert, bin da ja flexibel.
So long - alles im Lot, uns geht es gut und wir haben gerade ein mega aufregendes Project "Baby" am Start. Auch 2.5 Jahre nach der Auswanderung wird es uns nicht langweilig.
Bis zum naechsten Mal.
Song of the Day - Babysitter Boogie - Ralf Bendix
Montag, 10. August 2015
Wir haben uns getrennt!
Traurig aber wahr - nach langem hin und her haben wir festgestellt, dass es so nicht mehr weitergeht. Deshalb haben wir uns enschieden, getrennte Wege zu gehen und unseren geliebten Kia Sorento zu verkaufen bzw. gegen ein neues Fahrzeug einzutauschen.
Es ist einfach doch so, dass wir mehr Platz benoetigen und auch nach ein paar Features auf der Suche waren, die uns vorher nicht so bewusst waren.
Nach einigem Vergleichen und Testfahren haben wir uns dann fuer einen Mini Van von Toyota entschieden. Grosser Vorteil fuer uns ist einfach die Flexibilitaet, da wir die Sitze hinten rausnehmen koennen wenn wir etwas grosses transportieren muessen. Daneben haben wir aber auch Platz fuer 7 Personen und trotzdem noch einen passablen Kofferaum. Letzteres war auch das Hauptproblem bei allen SUVs die wir uns angeschaut haben. Die gibt es alle mit 3. Sitzreihe, aber dann ist eben jegliche Ladeflaeche weg. Ausser du kaufst einen ganz Grossen - aber dann ist man halt mal schnell bei 60k aufwaerts.
Besonderes Feature ist der Allrad (AWD) Antrieb, der es uns jetzt ermoeglicht, an vielen Zufahrtsrampen den Strand direct mit dem Fahrzeug zu betreten. Gerade mit Kind und ganz viel Krempel (Strandzelt, Cooler, Spielzeug, Stuehle, Decken, Schirm, etc.) ist das schon ein enormer Vorteil und sehr viel Convenience. Und so hat es sich auch ergeben, dass ich den ersten Strafzettel in USA erhalten habe. Ich bin doch tatsaechlich am Strand (also auf dem Sand) mit 18mph gemessen worden, statt den erlaubten 10mph. Dafuer ist mir der Officer aber mit Blaulicht und allem tam tam nachgefahren. Wie man es aus dem TV kennt - Haende ans Lenkrad und immer schoen "yes Sir" sagen ;-)
Der Spass war am Ende halb so schlimm - es gab kein eigentliches Ticket sondern nur eine Ordnungswidrigkeit und eine Strafe von 53$. Viel gegen die deutschen Preise fue vergleichbare Vergehen, hier aber wohl recht guenstig (was ich mir so sagen habe lassen).
Auf jeden Fall sind wir sehr gluecklich und zufrieden mit dem neuen Gefaehrt. Fahert sich wie ein Bus, aber total komfortabel und sogar mit Sonnendach.
Damit sind wir jetzt aber fuer die naechsten Jahre ausgestattet.
Der Kauf life uebrigens wieder so ab wie beim letzten Mal - der Verkaeufer pendelt zwischen Kunde und seinem Manager und man feilscht hin und her bis man sich halt einig wird.
Nur waren wir dieses mal etwas besser vorbereitet und informiert. Dabei hilft Kelly Bluebook fuer den trade in Wert (sowas wie Schwacke Liste in Deutschland) und Truecar fuer den Kaufpreis - eine Webseite wo man sieht wieviel im Durchschnitt fuer das Fahrzeug bezahlt wird im Staat. Den Rest konnten wir bequem per 0% Finanzierung erledigen - guenstig und hilft uns auch unsere credit history zu verbessern.
Unser Verkaeufer war auch sehr gut und hat uns sehr gut beraten und unterstuetzt. Nachdem das Auto in der gewuenschten Farbe und Spezifikation nicht vor Ort war hatte es ein paar Tage gedauert, aber sie haben unser Auto dann aufgetrieben und fuer uns besorgt. Dazu tauschen die Haendler im Prinzip Neuwagen die sie auf dem Hof haben. So bekommen wir unser Wunschfahrzeug und der andere Haendler eben ein Fahrzeug was er denkt, dass er gut verkaufen kann.
Hier noch ein Schnappschuss nach der Schluesseluebergabe:
Song of the Day: Cruisen - Mssive Toene
Es ist einfach doch so, dass wir mehr Platz benoetigen und auch nach ein paar Features auf der Suche waren, die uns vorher nicht so bewusst waren.
Nach einigem Vergleichen und Testfahren haben wir uns dann fuer einen Mini Van von Toyota entschieden. Grosser Vorteil fuer uns ist einfach die Flexibilitaet, da wir die Sitze hinten rausnehmen koennen wenn wir etwas grosses transportieren muessen. Daneben haben wir aber auch Platz fuer 7 Personen und trotzdem noch einen passablen Kofferaum. Letzteres war auch das Hauptproblem bei allen SUVs die wir uns angeschaut haben. Die gibt es alle mit 3. Sitzreihe, aber dann ist eben jegliche Ladeflaeche weg. Ausser du kaufst einen ganz Grossen - aber dann ist man halt mal schnell bei 60k aufwaerts.
Besonderes Feature ist der Allrad (AWD) Antrieb, der es uns jetzt ermoeglicht, an vielen Zufahrtsrampen den Strand direct mit dem Fahrzeug zu betreten. Gerade mit Kind und ganz viel Krempel (Strandzelt, Cooler, Spielzeug, Stuehle, Decken, Schirm, etc.) ist das schon ein enormer Vorteil und sehr viel Convenience. Und so hat es sich auch ergeben, dass ich den ersten Strafzettel in USA erhalten habe. Ich bin doch tatsaechlich am Strand (also auf dem Sand) mit 18mph gemessen worden, statt den erlaubten 10mph. Dafuer ist mir der Officer aber mit Blaulicht und allem tam tam nachgefahren. Wie man es aus dem TV kennt - Haende ans Lenkrad und immer schoen "yes Sir" sagen ;-)
Der Spass war am Ende halb so schlimm - es gab kein eigentliches Ticket sondern nur eine Ordnungswidrigkeit und eine Strafe von 53$. Viel gegen die deutschen Preise fue vergleichbare Vergehen, hier aber wohl recht guenstig (was ich mir so sagen habe lassen).
Auf jeden Fall sind wir sehr gluecklich und zufrieden mit dem neuen Gefaehrt. Fahert sich wie ein Bus, aber total komfortabel und sogar mit Sonnendach.
Damit sind wir jetzt aber fuer die naechsten Jahre ausgestattet.
Der Kauf life uebrigens wieder so ab wie beim letzten Mal - der Verkaeufer pendelt zwischen Kunde und seinem Manager und man feilscht hin und her bis man sich halt einig wird.
Nur waren wir dieses mal etwas besser vorbereitet und informiert. Dabei hilft Kelly Bluebook fuer den trade in Wert (sowas wie Schwacke Liste in Deutschland) und Truecar fuer den Kaufpreis - eine Webseite wo man sieht wieviel im Durchschnitt fuer das Fahrzeug bezahlt wird im Staat. Den Rest konnten wir bequem per 0% Finanzierung erledigen - guenstig und hilft uns auch unsere credit history zu verbessern.
Unser Verkaeufer war auch sehr gut und hat uns sehr gut beraten und unterstuetzt. Nachdem das Auto in der gewuenschten Farbe und Spezifikation nicht vor Ort war hatte es ein paar Tage gedauert, aber sie haben unser Auto dann aufgetrieben und fuer uns besorgt. Dazu tauschen die Haendler im Prinzip Neuwagen die sie auf dem Hof haben. So bekommen wir unser Wunschfahrzeug und der andere Haendler eben ein Fahrzeug was er denkt, dass er gut verkaufen kann.
Hier noch ein Schnappschuss nach der Schluesseluebergabe:
Song of the Day: Cruisen - Mssive Toene
Mittwoch, 22. Juli 2015
18 Monate Jacksonville, 18 Monate Abenteuer in Amerika
Ein kleines
Fazit:
Wir fuehlen uns
sehr wohl dort, wo wir gelandet sind und unser gesamtes Projekt Amerika ist bis
jetzt voll aufgegangen.
Unser Leben ist
aufregend, abwechslungsreich und bietet uns noch so viele Moeglichkeiten, die
sich gar nicht alle so spontan aufzaehlen lassen.
Was hat sich fuer
uns in dieser Zeit veraendert?
Eine ganze Menge:
zunaechst haben wir mehr Zeit zusammen als Familie, da der Arbeitsweg deutlich
kuerzer ist und die Verkehrssituation in Jacksonville relative entspannt ist.
Diese gemeinsame Zeit koennen wir hier auch viel effektiver nutzen, da uns das
Wetter viele Moeglichkeiten dazu gibt. Das hat auch dazu gefuehrt, dass wir
aktiver sind, mehr draussen und mehr in Bewegung.
Wir versuchen
mindestens 2x die Woche Sport zu machen und auch sonst mindestens einmal am
Abend etwas schoenes wie einen Strandspaziergang, einen Einkaufsbummel oder
einfach nur gemuetlich grillen.
Seit wir das Haus
haben konnten wir auch viele neue Bekanntschaften in der Nachbarschaft machen.
Besonders nett ist es mit unseren direkten Nachbarn, weil die einen kleinen
Sohn haben, der nur einen Monat juenger ist als Helene. Die beiden fangen
langsam an, miteinander zu spielen und so ist es auch oft Abends so, dass wir
in einer unserer beiden Einfahrten stehen, reden und den Kindern beim spielen
zuschauen.
Beruflich ist
auch alles weiterhin am Laufen, Jacksonville ist nach wie vor ein wachsender
Standort und innerhalb des Konzerns viel beachtet. Das locale Management legt
viel Wert auf einge eigene Identitaet hier in Jax und foerdert networking durch
zahlreiche Events, an denen ich mich mehr und mehr auch beteilige. So zum
Beispiel letzte Woche ein Speed-Networking Event mit vielen wichtigen
Entscheidnugstraegern oder naechsten Monat ein gesponsortes Golf-Outing an
einem der schoensten Plaetze in der Gegend.
Last but not
least haben wir auch ausserhalb der Nachbarschaft viele liebe Menschen
kennengelernt und uns einen sehr netten Freundeskreis aufgebaut. Wir sind
hauptsaechlich am Grillen, weil das einfach, entspannt, lecker und mit den
Kindern unkompliziert ist.
Wie ihr seht,
soweit hier alles gut. In Kuerze wieder mehr mit spezielleren Themen.
Song of the day:
Living in America – James Brown
Freitag, 10. Juli 2015
Ja sie leben noch!
Hallo Freunde und Leser unseres Blogs - und damit die Frage gleich beantwortet ist: ja, wir leben noch, alles gut und wir sind noch immer da wo wir uns das letzte Mal gelesen haben....
Es ist etwas Zeit vergangen, was ich daran gemerkt habe, dass ich im Deutschland Urlaub mehrfach angesprochen wurde, dass ich mal wieder bloggen muss. Und siehe da - der letzte Post stammt doch tatsaechlich aus April... irre wie die Zeit vergeht.
Kurzer wrap up, bevor es zu unserer ersten Deutschland (und Austria) Reise seit der Auswanderung geht:
Es war viel los bei uns, angefangen von Besuch aus Deutschland, Arbeit in und am Haus, der Suche nach einem Kindergartenplatz und last but not least den relativ spontanen Entscheidungen ein anderes Auto zu suchen sowie eine Augen-Laser OP zu machen. Dazu sicherlich demnaechst mehr, denn ich nehme mir fest vor, wieder etwas mehr und regelmaessiger zu schreiben.
Am 15.6. war es dann soweit und mein erster Deutschland Besuch seit 1,5 Jahren stand an. Annika war mit Helene ja im Februar schon mal 2 Wochen und nun stand der Plan, mit der ganzen Familie zu fliegen. Wir haben Delta genutzt von Jax ueber Atlanta nach Frankfurt. Da Helene noch keine 2 Jahre ist konnten wir sie relativ guenstig mitnehmen, allerdings auf dem Schoss, nicht mit eigenem Sitz. Ist schon anstrengend fuer ein kleines Kind, so eine lange Reise, aber die Maus hat das wie immer toll gemacht.
Ich habe dann erst mal eine Woche aus dem Frankfurt Office gearbeitet waehrend Annika mit Helene Freunde und Familie besuchen konnte. Abends habe ich mich dann entsprechend dazugesellt, aber da wir nur eine Woche waren, habe ich entsprechend wenig geschafft. Von daher Entschuldigung an alle, bei denen ich mich nicht gemeldet habe - ehrlich gesagt habe ich das so gut wie ueberhaupt bei niemandem getan, weil ich einfach kaum Freizeit hatte.
Die restliche Zeit haben wir dann in Wien (bzw. Guntramsdorf) verbracht bei meinem Dad. Bei traumhaftem Wetter hatten wir eine tolle Zeit und konnten Helene mit ihren beiden Cousinen Anna und Sofia bekannt machen. Fuer Annika und mich sprangen auch noch 2-3 Nachmittage freie Zeit raus, was auch mal sehr schoen war.
Wo der deutsche Tourist in USA die Outlets stuermt und Hilfiger & Co. leer kauft haben wir die US Resident Tour gemacht - dm und REWE. Ihr glaubt gar nicht, wie erfuellend so eine Stunde in einem dm Drogeriemarkt sein kann. Es gibt einfach so viele Produkte, die man in USA entweder nur sehr schwer findet und dann meist auch noch sehr teuer. Beispiel gefaellig: AXE Spruehdeo, Preis in D 2,79 EUR - Preis in USA 6,49$.
Auch im REWE war es mal wieder beeindruckend zu sehen, wie billig bestimmte Lebensmittel in D sind. Vor allem die Milchprodukte.... vom Suessigkeiten-Trip sind wir gott sei dank runter, da haben wir ueberhaupt nichts gekauft. Die Hanuta und Duplos essen bei uns meist nur die Deutschen Besucher ;-)
Ich denke die Frage, die viele interessiert ist - wie sieht man die alte Heimat, wenn man 1,5 Jahre woanders gelebt hat?
Dazu einfach ein paar Dinge, die mir persoenlich so aufgefallen sind:
- man ist laenger damit beschaeftigt, einen Parkplatz zu suchen als einzukaufen bzw. das zu machen fuer das man den Parkplatz braucht
- Strassen sind i.d.R. nur einspurig, hat man eine lahme Ente vor der Nase hat man Pech
- die Zahlungsmittelakzeptanz eines Fahrkartenautomats gleicht einer Lotterie und 18 EUR Wechselgeld in Muenzen suckt wenn der Geldbeutel kein Muenzfach hat
- wenn man in der Eisdiele ein Eis in der Waffel kaeuft und sich dann an einen Tisch setzt, fliegt man aus dem Laden, obwohl man eigentlich zahlender Kunde ist
- keine Klimaanlage zu haben bei 35C suckt
- es gibt einfach kein schoenes deutsches Wort fuer sucken ;-)
- Oeffentlicher Nahverkehr - eine laengst vergessene Verkehrsoption in deutschen und oesterreichischen Grosstaedten
- auf die Bahn ist Verlass - obwohl ich nur 5 Tage Bahn gefahren bin, hatte ich einen schoenen 40min Aufenthalt im schoenen Roedelheim ohne auch nur den Hauch einer Durchsage
- ohne Regenschirm aus dem Haus zu gehen, selbst bei schoenstem Wetter, ist keine gute Idee - sofern man nicht nass werden moechte
- obwohl man fuer jedes Wetter etwas dabei hat / besitzt, hat man immer das Falsche an
- obwohl der Fernseher aus ist kann man sich nicht sicher sein, dass einem Kai Pflaume ueber den Weg laeuft (bzw. im Viaker gefahren wird)
- ein Sackerl (deutsch Tuete) fuer Lebensmittel musst du bezahlen, ein Sacherl fuers Kackerl (deutsch Hundekot) gibts gratis - klare Prioritaeten wuerde ich sagen
- Saturn-Verkaeufer arbeiten nur auf Zuruf und verkaufen auch nur, wenn gerade nix anderes zu tun ist
So und wer mich kennt, der weiss obiges einzuordnen und wer mich nicht kennt: da ist der ein oder andere kommentar ironisch gemeint ;-)
Was haben wir am Meisten genossen?
- Helene konnte mit den jeweiligen Grosseltern Zeit verbringen und auch den Rest der Familie kennenlernen (bewusst)
- Mama und Papa durften mal ein paar Stunden wieder Annika und Simon sein
- Heuriger, Wein, Radler, Haselnuss-Schnaps
- Durch die Innenstadt schlendern
- dm und REWE (bzw. BIPA und BILLA)
- diverse Delikatessen (Weisswurscht, Breze, Doener, Kaiserschmarrn, Wiener Schnitzel, geroestete Knoedel, Brotzeit)
Ein besonderer Dank gilt unseren Familien, die es uns sehr einfach gemacht haben diesen Trip zu gestalten. Wir hatten immer ein Auto zur Verfuegung inkl. Kindersitz, es gab Hochstuehle, gutes Essen und viel gemeinsame Zeit. Toll war auch dass wir bei Kai und Ann's Hochzeit dabei sein durften und so viele Familienmitglieder auf einmal treffen konnten und auch der Besuch meiner Tante und Cousine, die extra von Muenchen nach Wien gekommen waren, hat uns sehr geruehrt.
Mal sehen, wann wir uns das naechste Mal sehen....
In diesem Sinne - have a good one!
Song of the day: Koenig von Deutschland - Rio Reiser
Es ist etwas Zeit vergangen, was ich daran gemerkt habe, dass ich im Deutschland Urlaub mehrfach angesprochen wurde, dass ich mal wieder bloggen muss. Und siehe da - der letzte Post stammt doch tatsaechlich aus April... irre wie die Zeit vergeht.
Kurzer wrap up, bevor es zu unserer ersten Deutschland (und Austria) Reise seit der Auswanderung geht:
Es war viel los bei uns, angefangen von Besuch aus Deutschland, Arbeit in und am Haus, der Suche nach einem Kindergartenplatz und last but not least den relativ spontanen Entscheidungen ein anderes Auto zu suchen sowie eine Augen-Laser OP zu machen. Dazu sicherlich demnaechst mehr, denn ich nehme mir fest vor, wieder etwas mehr und regelmaessiger zu schreiben.
Am 15.6. war es dann soweit und mein erster Deutschland Besuch seit 1,5 Jahren stand an. Annika war mit Helene ja im Februar schon mal 2 Wochen und nun stand der Plan, mit der ganzen Familie zu fliegen. Wir haben Delta genutzt von Jax ueber Atlanta nach Frankfurt. Da Helene noch keine 2 Jahre ist konnten wir sie relativ guenstig mitnehmen, allerdings auf dem Schoss, nicht mit eigenem Sitz. Ist schon anstrengend fuer ein kleines Kind, so eine lange Reise, aber die Maus hat das wie immer toll gemacht.
Ich habe dann erst mal eine Woche aus dem Frankfurt Office gearbeitet waehrend Annika mit Helene Freunde und Familie besuchen konnte. Abends habe ich mich dann entsprechend dazugesellt, aber da wir nur eine Woche waren, habe ich entsprechend wenig geschafft. Von daher Entschuldigung an alle, bei denen ich mich nicht gemeldet habe - ehrlich gesagt habe ich das so gut wie ueberhaupt bei niemandem getan, weil ich einfach kaum Freizeit hatte.
Die restliche Zeit haben wir dann in Wien (bzw. Guntramsdorf) verbracht bei meinem Dad. Bei traumhaftem Wetter hatten wir eine tolle Zeit und konnten Helene mit ihren beiden Cousinen Anna und Sofia bekannt machen. Fuer Annika und mich sprangen auch noch 2-3 Nachmittage freie Zeit raus, was auch mal sehr schoen war.
Wo der deutsche Tourist in USA die Outlets stuermt und Hilfiger & Co. leer kauft haben wir die US Resident Tour gemacht - dm und REWE. Ihr glaubt gar nicht, wie erfuellend so eine Stunde in einem dm Drogeriemarkt sein kann. Es gibt einfach so viele Produkte, die man in USA entweder nur sehr schwer findet und dann meist auch noch sehr teuer. Beispiel gefaellig: AXE Spruehdeo, Preis in D 2,79 EUR - Preis in USA 6,49$.
Auch im REWE war es mal wieder beeindruckend zu sehen, wie billig bestimmte Lebensmittel in D sind. Vor allem die Milchprodukte.... vom Suessigkeiten-Trip sind wir gott sei dank runter, da haben wir ueberhaupt nichts gekauft. Die Hanuta und Duplos essen bei uns meist nur die Deutschen Besucher ;-)
Ich denke die Frage, die viele interessiert ist - wie sieht man die alte Heimat, wenn man 1,5 Jahre woanders gelebt hat?
Dazu einfach ein paar Dinge, die mir persoenlich so aufgefallen sind:
- man ist laenger damit beschaeftigt, einen Parkplatz zu suchen als einzukaufen bzw. das zu machen fuer das man den Parkplatz braucht
- Strassen sind i.d.R. nur einspurig, hat man eine lahme Ente vor der Nase hat man Pech
- die Zahlungsmittelakzeptanz eines Fahrkartenautomats gleicht einer Lotterie und 18 EUR Wechselgeld in Muenzen suckt wenn der Geldbeutel kein Muenzfach hat
- wenn man in der Eisdiele ein Eis in der Waffel kaeuft und sich dann an einen Tisch setzt, fliegt man aus dem Laden, obwohl man eigentlich zahlender Kunde ist
- keine Klimaanlage zu haben bei 35C suckt
- es gibt einfach kein schoenes deutsches Wort fuer sucken ;-)
- Oeffentlicher Nahverkehr - eine laengst vergessene Verkehrsoption in deutschen und oesterreichischen Grosstaedten
- auf die Bahn ist Verlass - obwohl ich nur 5 Tage Bahn gefahren bin, hatte ich einen schoenen 40min Aufenthalt im schoenen Roedelheim ohne auch nur den Hauch einer Durchsage
- ohne Regenschirm aus dem Haus zu gehen, selbst bei schoenstem Wetter, ist keine gute Idee - sofern man nicht nass werden moechte
- obwohl man fuer jedes Wetter etwas dabei hat / besitzt, hat man immer das Falsche an
- obwohl der Fernseher aus ist kann man sich nicht sicher sein, dass einem Kai Pflaume ueber den Weg laeuft (bzw. im Viaker gefahren wird)
- ein Sackerl (deutsch Tuete) fuer Lebensmittel musst du bezahlen, ein Sacherl fuers Kackerl (deutsch Hundekot) gibts gratis - klare Prioritaeten wuerde ich sagen
- Saturn-Verkaeufer arbeiten nur auf Zuruf und verkaufen auch nur, wenn gerade nix anderes zu tun ist
So und wer mich kennt, der weiss obiges einzuordnen und wer mich nicht kennt: da ist der ein oder andere kommentar ironisch gemeint ;-)
Was haben wir am Meisten genossen?
- Helene konnte mit den jeweiligen Grosseltern Zeit verbringen und auch den Rest der Familie kennenlernen (bewusst)
- Mama und Papa durften mal ein paar Stunden wieder Annika und Simon sein
- Heuriger, Wein, Radler, Haselnuss-Schnaps
- Durch die Innenstadt schlendern
- dm und REWE (bzw. BIPA und BILLA)
- diverse Delikatessen (Weisswurscht, Breze, Doener, Kaiserschmarrn, Wiener Schnitzel, geroestete Knoedel, Brotzeit)
Ein besonderer Dank gilt unseren Familien, die es uns sehr einfach gemacht haben diesen Trip zu gestalten. Wir hatten immer ein Auto zur Verfuegung inkl. Kindersitz, es gab Hochstuehle, gutes Essen und viel gemeinsame Zeit. Toll war auch dass wir bei Kai und Ann's Hochzeit dabei sein durften und so viele Familienmitglieder auf einmal treffen konnten und auch der Besuch meiner Tante und Cousine, die extra von Muenchen nach Wien gekommen waren, hat uns sehr geruehrt.
Mal sehen, wann wir uns das naechste Mal sehen....
In diesem Sinne - have a good one!
Song of the day: Koenig von Deutschland - Rio Reiser
Dienstag, 7. April 2015
Fruehjahrserwachen
Der Fruehling kehrt ein in Jacksonville - wobei es vielmehr ein Sprung vom Winter in den Sommer zu sein scheint. Jedenfalls liegen wir anfang April gerade so um die 30 Grad, mal mehr mal weniger.
Was hat sich so getan in letzter Zeit? Irgendwie nicht viel und doch eine Menge.
Vor allem moechte ich heute mal etwas ueber das Leben in einer Community erzehlen.
Ich hatte ja vor einiger Zeit schon mal was zum Thema Freundlichkeit der Menschen geschrieben und dass wir uns im Apartment nicht so richtig wohl gefuehlt hatten, weil die Anonymitaet under den Nachbarn so hoch war.
Als wir im September in unser Haus gezogen sind haben wir vor allem die abendlichen Spaziergaenge mit Kind genutzt, um uns bei den Nachbarn vorzustellen. Diese sitzen in der Regel bei schoenem Wetter im Campingstuhl vor der Garage und beaufsichtigen ihre Kinder beim Spielen.
In der Tat, die Meisten sitzen nicht im Garten in Ruhe sondern an der Strasse, wo die Kinder Fahrrad fahren, Skateboard oder Basektball spielen.
Zu dem Zeitpunkt waren gegenueber von uns noch 3 Haeuser im Bau und neben an das Haus wurde ca. 4 Wochen nach uns verkauft.
Also dachten wir auch, dass sich die neuen Nachbarn dann irgendwie ensprechend bei uns mal vorstellen. Pustekuchen....
Ueber den Winter waren wir in der Tat etwas angekratzt, da sich niemand wirklich um uns zu scheren schien - nicht dass wir uns da jetzt sonderlich viel draus machen wuerden, aber der Traum war eigentlich schon immer, nette Nachbarn mit Kindern zu haben wo man ueber die Zeit ein gutes Verhaeltnis aufbauen kann.
Tatsaechlich hatten die lieben neuen Nachbarn uns lange Zeit ignoriert.
Aber seit nun der Fruehling (oder Sommer oder wie auch immer) eingekehrt ist hat sich alles um 180 Grad gedreht.
Zunaechst kamen unsere direkten Nachbarn (welche das Haus nebenan gekauft hatten) auf uns zu, stellten sich vor und sind seitdem staendig vor dem Haus anzutreffen. Sie haben einen Sohn der nur einen Monat juenger ist als Helene.... das koennte tatsaechlich so ein erster Sandkastenkammerad fuer Helene warden. Und ich muss sagen, obwohl anfangs total ignoriert und zurueckgezogen, scheint das jetzt ploetzlich anders zu sein.
Auch andere Nachbarn haben wir kennengelernt. Einer davon brachte mich auf die Webseite nextdoor.com - fuer alle die das noch nicht kennen. Hier ist man mit seiner Community registriert und es ist so eine Art Facebook fuer die Community. Mit Klarnamen und Adresse.
Der grosse Vorteil ist, dass man hierueber mit weiteren Leuten aus der Nachbarschaft Kontakt aufnehmen kann und nebenbei ganz viel im Bereich Empfehlungen (z.B. Handwerker) oder Kleinanzeigen findet.
Auch unsere schraeg gegenueber Nachbarn haben uns via nextdoor schon begruesst und freuen sich, uns kennenzulernen - jetzt wo das Wetter gut ist und alle draussen sind.
Weiterhin faszinieren ist, dass jeder Spaziergang durch die Nachbarschaft ein richtiges Socialising Event ist. Ich wuerde mal sagen, auf einen normalen Spaziergang haben wir im Schnitt locker 4-5 Smalltalks mit anderen Eltern, Hausbesitzern und Spaziergaengern.
Wir sind auf jeden Fall sehr froh, dass es scheinbar doch alles so eintritt, wie wir es uns erhofft hatten. Nette und freundliche Menschen ueberall - die viel gepriesene Oberflaechlichkeit stoert uns hierbei gar nicht weil wir nicht mit jedem dicke Freunde werden wollen und koennen und weil es den Umgang miteinander einfach angehnehmer macht..
Bis demnaechst wieder!
Song of the day: People are people - Depeche Mode
Was hat sich so getan in letzter Zeit? Irgendwie nicht viel und doch eine Menge.
Vor allem moechte ich heute mal etwas ueber das Leben in einer Community erzehlen.
Ich hatte ja vor einiger Zeit schon mal was zum Thema Freundlichkeit der Menschen geschrieben und dass wir uns im Apartment nicht so richtig wohl gefuehlt hatten, weil die Anonymitaet under den Nachbarn so hoch war.
Als wir im September in unser Haus gezogen sind haben wir vor allem die abendlichen Spaziergaenge mit Kind genutzt, um uns bei den Nachbarn vorzustellen. Diese sitzen in der Regel bei schoenem Wetter im Campingstuhl vor der Garage und beaufsichtigen ihre Kinder beim Spielen.
In der Tat, die Meisten sitzen nicht im Garten in Ruhe sondern an der Strasse, wo die Kinder Fahrrad fahren, Skateboard oder Basektball spielen.
Zu dem Zeitpunkt waren gegenueber von uns noch 3 Haeuser im Bau und neben an das Haus wurde ca. 4 Wochen nach uns verkauft.
Also dachten wir auch, dass sich die neuen Nachbarn dann irgendwie ensprechend bei uns mal vorstellen. Pustekuchen....
Ueber den Winter waren wir in der Tat etwas angekratzt, da sich niemand wirklich um uns zu scheren schien - nicht dass wir uns da jetzt sonderlich viel draus machen wuerden, aber der Traum war eigentlich schon immer, nette Nachbarn mit Kindern zu haben wo man ueber die Zeit ein gutes Verhaeltnis aufbauen kann.
Tatsaechlich hatten die lieben neuen Nachbarn uns lange Zeit ignoriert.
Aber seit nun der Fruehling (oder Sommer oder wie auch immer) eingekehrt ist hat sich alles um 180 Grad gedreht.
Zunaechst kamen unsere direkten Nachbarn (welche das Haus nebenan gekauft hatten) auf uns zu, stellten sich vor und sind seitdem staendig vor dem Haus anzutreffen. Sie haben einen Sohn der nur einen Monat juenger ist als Helene.... das koennte tatsaechlich so ein erster Sandkastenkammerad fuer Helene warden. Und ich muss sagen, obwohl anfangs total ignoriert und zurueckgezogen, scheint das jetzt ploetzlich anders zu sein.
Auch andere Nachbarn haben wir kennengelernt. Einer davon brachte mich auf die Webseite nextdoor.com - fuer alle die das noch nicht kennen. Hier ist man mit seiner Community registriert und es ist so eine Art Facebook fuer die Community. Mit Klarnamen und Adresse.
Der grosse Vorteil ist, dass man hierueber mit weiteren Leuten aus der Nachbarschaft Kontakt aufnehmen kann und nebenbei ganz viel im Bereich Empfehlungen (z.B. Handwerker) oder Kleinanzeigen findet.
Auch unsere schraeg gegenueber Nachbarn haben uns via nextdoor schon begruesst und freuen sich, uns kennenzulernen - jetzt wo das Wetter gut ist und alle draussen sind.
Weiterhin faszinieren ist, dass jeder Spaziergang durch die Nachbarschaft ein richtiges Socialising Event ist. Ich wuerde mal sagen, auf einen normalen Spaziergang haben wir im Schnitt locker 4-5 Smalltalks mit anderen Eltern, Hausbesitzern und Spaziergaengern.
Wir sind auf jeden Fall sehr froh, dass es scheinbar doch alles so eintritt, wie wir es uns erhofft hatten. Nette und freundliche Menschen ueberall - die viel gepriesene Oberflaechlichkeit stoert uns hierbei gar nicht weil wir nicht mit jedem dicke Freunde werden wollen und koennen und weil es den Umgang miteinander einfach angehnehmer macht..
Bis demnaechst wieder!
Song of the day: People are people - Depeche Mode
Samstag, 28. Februar 2015
Kurztrip nach Fort Lauderdale
Schon lange nicht mehr gebloggt. Sorry, aber die Zeiten sind etwas stressiger aufgrund eines neuen Projekts auf der Arbeit und auch sonst ist viel los.
Mehr dazu demnaechst.
Heute moechte ich noch kurz von unserem Kurztrip nach Fort Lauderdale berichten, wo wir unsere lieben Freunde Heike und Marcel besucht haben.
Ist jetzt auch schon wieder einen Monat her, aber dennoch moechte ich ein paar Bilder von einem wirklich tollen Ausflug posten.
Die Fahrt von Jacksonville nach Fort Lauderdale betraegt etwa 5h und fuehrt geradewegs die I95 runter. Recht unspektakulaer, weshalb wir uns entschlossen hatten auf dem Weg Halt zu machen und uns einen Ort an der Kueste anzusehen. Die Wahl fiel auf Vero Beach. Das liegt grob auf der Haelfte und so konnten wir eine kleine Pause mit der Maus einplanen.
Alles in allem ist unser Kind eine tolle Autofahrerin. Die schlaeft und schlaeft und schlaeft.... bis wir da sind.
Leider war das Wetter sehr windig, weshalb wir Vero Beach nicht so sehr geniessen konnten. Dafuer war es aber dann spaeter am Wochenende exzellent in Fort Lauderdale, oder Cooper City um genau zu sein.
Das tolle war, dass unsere Freunde fast direct neben einem IKEA wohnen und so haben wir auch gleich noch das Angenehme mit dem Nuetzlichen verbunden.
Wir hatten eine tolle Zeit, haben viel relaxt und unternommen - in der Kuerze der Zeit.
Samstag ging es ab nach Miami in die Villa Vizcaya. Das ist de ehemalige Residenz von dem Grossindustriellen James Deering und ein sehr beeindruckendes altes Herrenhas mit riesiger Parkanlage direkt am Meer.
Tolle Location und so war es nicht verwunderlich, dass an jeder Ecke ein Fotoshooting zu bestaunen war. Hier unsere Eindruecke:
Eine Fahrt von und nach Miami zeigt dann auch dramatische Unterschiede in Sachen Verehr auf. Da sind wir in Jacksonville ja nun wirklich verwoehnt.
Miami voll chaotisch, viel Hupe, viele Irre on the road. Nach einem Jahr Jacksonville und gechilltem Verkehr kam ich darauf anfangs ueberhaupt nicht mehr klar. So schnell gewoehnt man sich an Sachen.... Naja spaeter ging das dann schon, aber es ist schon ein gravierender Unterschied -und das obwohl Jacksonville ja nun mindestens mal doppelt so gross ist.
Sonntag war dann geniales Wetter und wir haben ein sagenhaftes Barbecue im Park gemacht. Den Namen habe ich leider vergessen aber es war ein sensationeller Park mit vielen Sport-, Spazier- und Grillmoeglichkeiten.
Bequem wie die Amis halt sind haben wir unsere SuV's direkt in der Wiese geparkt und uns an einer der zahlreichen Picknicktische niedergelassen. Grill raus, Campingstuehle und los.
Es war ein Traum - lecker essen, Football werfen, Leute beoabachten, Musik hoeren - you name it.
Das ganze bei strahlendem Sonnenschein Ende Januar. Ich meine 26 Grad hatten wir locker.
That's life :-)
Wir hatten eine tolle Zeit und wollen auf jeden Fall bald wieder hin um noch weitere schoene Ecken zu erkunden.
Da kommt uns das amerikanische Leben sehr entgegen: rein ins Auto und uebers Wochenende mal eben wohin gefahren. Sich mit lieben Freunden treffen und das Leben geniessen.
Danke Heike und Marcel - we ha a great time!
Song of the day: Beautiful Sunday - Daniel Boone
Mehr dazu demnaechst.
Heute moechte ich noch kurz von unserem Kurztrip nach Fort Lauderdale berichten, wo wir unsere lieben Freunde Heike und Marcel besucht haben.
Ist jetzt auch schon wieder einen Monat her, aber dennoch moechte ich ein paar Bilder von einem wirklich tollen Ausflug posten.
Die Fahrt von Jacksonville nach Fort Lauderdale betraegt etwa 5h und fuehrt geradewegs die I95 runter. Recht unspektakulaer, weshalb wir uns entschlossen hatten auf dem Weg Halt zu machen und uns einen Ort an der Kueste anzusehen. Die Wahl fiel auf Vero Beach. Das liegt grob auf der Haelfte und so konnten wir eine kleine Pause mit der Maus einplanen.
Alles in allem ist unser Kind eine tolle Autofahrerin. Die schlaeft und schlaeft und schlaeft.... bis wir da sind.
Leider war das Wetter sehr windig, weshalb wir Vero Beach nicht so sehr geniessen konnten. Dafuer war es aber dann spaeter am Wochenende exzellent in Fort Lauderdale, oder Cooper City um genau zu sein.
Das tolle war, dass unsere Freunde fast direct neben einem IKEA wohnen und so haben wir auch gleich noch das Angenehme mit dem Nuetzlichen verbunden.
Wir hatten eine tolle Zeit, haben viel relaxt und unternommen - in der Kuerze der Zeit.
Samstag ging es ab nach Miami in die Villa Vizcaya. Das ist de ehemalige Residenz von dem Grossindustriellen James Deering und ein sehr beeindruckendes altes Herrenhas mit riesiger Parkanlage direkt am Meer.
Tolle Location und so war es nicht verwunderlich, dass an jeder Ecke ein Fotoshooting zu bestaunen war. Hier unsere Eindruecke:
Eine Fahrt von und nach Miami zeigt dann auch dramatische Unterschiede in Sachen Verehr auf. Da sind wir in Jacksonville ja nun wirklich verwoehnt.
Miami voll chaotisch, viel Hupe, viele Irre on the road. Nach einem Jahr Jacksonville und gechilltem Verkehr kam ich darauf anfangs ueberhaupt nicht mehr klar. So schnell gewoehnt man sich an Sachen.... Naja spaeter ging das dann schon, aber es ist schon ein gravierender Unterschied -und das obwohl Jacksonville ja nun mindestens mal doppelt so gross ist.
Sonntag war dann geniales Wetter und wir haben ein sagenhaftes Barbecue im Park gemacht. Den Namen habe ich leider vergessen aber es war ein sensationeller Park mit vielen Sport-, Spazier- und Grillmoeglichkeiten.
Bequem wie die Amis halt sind haben wir unsere SuV's direkt in der Wiese geparkt und uns an einer der zahlreichen Picknicktische niedergelassen. Grill raus, Campingstuehle und los.
Es war ein Traum - lecker essen, Football werfen, Leute beoabachten, Musik hoeren - you name it.
Das ganze bei strahlendem Sonnenschein Ende Januar. Ich meine 26 Grad hatten wir locker.
That's life :-)
Wir hatten eine tolle Zeit und wollen auf jeden Fall bald wieder hin um noch weitere schoene Ecken zu erkunden.
Da kommt uns das amerikanische Leben sehr entgegen: rein ins Auto und uebers Wochenende mal eben wohin gefahren. Sich mit lieben Freunden treffen und das Leben geniessen.
Danke Heike und Marcel - we ha a great time!
Song of the day: Beautiful Sunday - Daniel Boone
Freitag, 23. Januar 2015
Ein Jahr Jacksonville - Zwischenfazit
Unglaublich oder? Jetzt sind wir seit 20.01. genau ein Jahr hier in Jacksonville.... ist die Zeit nicht wie im Flug vergangen?
Fuer uns war ein ein aufregendes Jahr mit vielen Highlights.
Zeit mal wieder ein Fazit zu ziehen:
Jacksonville war fuer uns eine goldrichtige Entscheidung. Mal unabhaengig von Job und Arbeitgeber gibt es meine Menge Dinge, die wir an der Stadt und der Gegend liegen. Ich zaehle mal einige Davon auf:
- Florida Wetter, aber weniger schwuel und nicht ganz so heiss wie im suedlichen Florida
- direkt am Meer
- guenstige Lebenshaltung, insb. im Bezug auf die Wohnkosten
- keine state income tax in FL
- St. Johns county hat das beste public school system in Florida
- wenig Verkehr
- die Menschen sind im Wesentlichen freundlich und gelassen
- Jax liegt ausserhalb der Hurrican Schneise
- die Lage im Nordosten bietet Zugang zu vielen anderen attraktiven Reisezielen - man ist nicht so abgenabelt wie ganz unten in FL
- es gibt kaum Touristen
Obwohl in Deutschland nicht so bekannt ist Jacksonville in USA im Augenblick sehr am boomen. St. Johns county ist in den Top10 der lebenswertesten Gegenden in den USA und was viele nicht wissen: Jacksonville ist gemessen an der Flaeche die groesste Stadt der gesamten USA.
Es gibt noch viel Raum um zu wachsen, zahlreiche renommierte Unternehmen siedeln sich hier an und es gibt gute Universitaeten.
Die Infrastruktur ist hervorragend, weshalb Jax ein begehrter Standort fuer Logistik Unternehmen ist.
Im zweiten Teil moechte ich noch auf unser 1-Monats-Zwischenfazit eingehen, um einfach mal zu zeigen, wi sich die Dinge dann doch entwickelt haben, auch wenn ich gar nicht mehr so viel darueber geschrieben habe.
Was vermissen wir aus Deutschland? - Familie & Freunde
- Sauerteigbrot und Semmeln / Brötchen
- abnehmbaren Duschkopf
- mehrlagiges Toilettenpapier
- bestimmte Babyartikel (z.B. Einmalwaschlappen, Baby-Wattepads, Einmalwickelunterlagen)
- to be continued....
Die Familie hat uns jeweils 3x besucht, mehr als wir jemals gedacht haetten. Dazu skypen wir viel und ganz ehrlich - gefuehlt haben wir mehr Kontakt als vorher. Im Freundeskreis ist es aehnlich, klar man sieht sich derzeit nicht, aber es wird fuer alles wieder Gelegenheiten geben, da bin ich mir sicher.
Sauerteigbrot macht Annika inzwischen selbst, dank toller persoenlicher Einweisung von Freundin Heike in die wunderbare Welt des Brotbackens :-)
Den Abnehmbaren Duschkopf gibt's im Baumarkt fuer 100$ - das ist das naechste Projekt was ich im Haus angehe.
Das Toilettenpapier - sagen wir's mal vornehm: mein Arsch hat sich dran gewoehnt!
Die Babyartikel haben wir dank der haeufigen Besuche der Family gar nicht vermisst und heute ist die Maus 15 Monate und wir brauchen das meiste davon auch nicht mehr.
Was lieben wir an Amerika bzw. Florida und was haben wir lieben/schätzen gelernt?
- Freundlichkeit und Höflichkeit der Menschen hier
- das Wetter
- die Möglichkeit am Wasser zu leben
- Drive-In Bankautomat
- die praktischen Grundrisse der Apartments und die vielen Storage-Möglichkeiten in der Wohnung
- unseren mega Kühlschrank
- günstige Benzinpreise (aktuell ca. 0,70 EUR pro l)
- kurze Lieferzeiten bei Möbeln
- dass es hier in Jax eigentlich keine Staus gibt
- dass Autofahren hier so einfach und logisch ist, dass man kein Navi braucht
- gutes Fleisch, die Burger sowie die Steaks
- der trash valley service, der jeden Tag (5x die Woche) den Müll vor unserer Haustür abholt
Das kann ich eigentlich so stehen lassen. Wir haben jetzt ein Haus was noch um Laengen besser ist als ein Condo. Der Muell wird nur 2x die Woche abgeholt, aber dafuer kann ich so viele Muellltonnen haben wie ich will! Ohne Aufpreis.
Ach ja, die Benzinpreise sind wie ueberall dramatisch gefallen. Wir liegen derzeit um die 2$ pro Gallone.... rechnet's euch selber aus (oder besser nicht).
Was nervt uns hier bislang?
- teilweise lange Wartezeiten wenn man sich wo anstellen muss (z.B. Bank)
- dass hier alles und jeder Handgriff eine Fee (Gebühr) kostet
- nach richtig gutem Salat / Gemüse muss man suchen
- dass es keine Braeburn Äpfel gibt
- dass Käse und Milchprodukte recht teuer sind
- dass wir als Fahranfänger viel zu viel für die KFZ Versicherung bezahlen müssen
Warten nervt, ueberall auf der Welt. Man findet aber hier fast immer die Moeglichkeit, Dinge online zu erledigen. Cool ist z.B. mein Frisoer: da melde ich mich online an und komme dann dorthin, wenn ich dran bin (sehe wie lange es dauert). Manche Dinge bleiben nervig, aber das sind die ueblichen Verdaechtigen - Behoerden, Kabegesellschaft etc. - gut ist z.B. beim Arzt, da kommt man auch dran wenn man Termin hat +/- 15min.
Gebuehren gilt es zu vermeiden... inzwischen lernt man schon wie das geht.
Gutes Gruenzeug gibt es, kostet halt.... und es gibt sie doch, meine geliebten Braeburn Aepfel. Wohoo!
Das Kaeseproblem hat sich mit den Eroeffnungen von Aldi und Trader Joes relativiert. Guter Kaese zu guten Preisen...
Und auch die KFZ Versicherung haben wir nach 2 Monaten gewechselt und kommen jetzt ganz gut weg.
Alles in allem haben wir uns super eingelebt und es gibt kaum noch Dinge, die ich heute auf dem Deutschland-Wunschzettel habe. Aber es gibt sie.... mehr ueber das Leben in USA und was uns so auffaellt gibts dann bei einem der naechsten Posts.
Euch allen vielen Dank, dass ihr schon ein Jahr lang dabei seit. Freue mich immer ueber Kommentare und beantworte auch gerne Fragen. Wer die nicht hier stellen moechte kann mir auch gerne eine eMail schreiben (esimon2511(at)gmail(dot)com).
In diesem Sinne - Gruss von unserer Maus: "stay cool"
Song of the day: Jackson Brown - Stay just a little bit longer
Fuer uns war ein ein aufregendes Jahr mit vielen Highlights.
- Umzug in ein neues Leben
- der neue Job
- ein neues Haus
- neues Umfeld
- Freunde und Bekannte
- anderes Klima, Wetter
Zeit mal wieder ein Fazit zu ziehen:
Jacksonville war fuer uns eine goldrichtige Entscheidung. Mal unabhaengig von Job und Arbeitgeber gibt es meine Menge Dinge, die wir an der Stadt und der Gegend liegen. Ich zaehle mal einige Davon auf:
- Florida Wetter, aber weniger schwuel und nicht ganz so heiss wie im suedlichen Florida
- direkt am Meer
- guenstige Lebenshaltung, insb. im Bezug auf die Wohnkosten
- keine state income tax in FL
- St. Johns county hat das beste public school system in Florida
- wenig Verkehr
- die Menschen sind im Wesentlichen freundlich und gelassen
- Jax liegt ausserhalb der Hurrican Schneise
- die Lage im Nordosten bietet Zugang zu vielen anderen attraktiven Reisezielen - man ist nicht so abgenabelt wie ganz unten in FL
- es gibt kaum Touristen
Obwohl in Deutschland nicht so bekannt ist Jacksonville in USA im Augenblick sehr am boomen. St. Johns county ist in den Top10 der lebenswertesten Gegenden in den USA und was viele nicht wissen: Jacksonville ist gemessen an der Flaeche die groesste Stadt der gesamten USA.
Es gibt noch viel Raum um zu wachsen, zahlreiche renommierte Unternehmen siedeln sich hier an und es gibt gute Universitaeten.
Die Infrastruktur ist hervorragend, weshalb Jax ein begehrter Standort fuer Logistik Unternehmen ist.
- Internationaler Flughafen
- Hafen
- Bahn
- I-95 (die wichtigste interstate an der Ostkueste)
- nahe den grossen Airports Orlando, Miami und Atlanta
Im zweiten Teil moechte ich noch auf unser 1-Monats-Zwischenfazit eingehen, um einfach mal zu zeigen, wi sich die Dinge dann doch entwickelt haben, auch wenn ich gar nicht mehr so viel darueber geschrieben habe.
Was vermissen wir aus Deutschland? - Familie & Freunde
- Sauerteigbrot und Semmeln / Brötchen
- abnehmbaren Duschkopf
- mehrlagiges Toilettenpapier
- bestimmte Babyartikel (z.B. Einmalwaschlappen, Baby-Wattepads, Einmalwickelunterlagen)
- to be continued....
Die Familie hat uns jeweils 3x besucht, mehr als wir jemals gedacht haetten. Dazu skypen wir viel und ganz ehrlich - gefuehlt haben wir mehr Kontakt als vorher. Im Freundeskreis ist es aehnlich, klar man sieht sich derzeit nicht, aber es wird fuer alles wieder Gelegenheiten geben, da bin ich mir sicher.
Sauerteigbrot macht Annika inzwischen selbst, dank toller persoenlicher Einweisung von Freundin Heike in die wunderbare Welt des Brotbackens :-)
Den Abnehmbaren Duschkopf gibt's im Baumarkt fuer 100$ - das ist das naechste Projekt was ich im Haus angehe.
Das Toilettenpapier - sagen wir's mal vornehm: mein Arsch hat sich dran gewoehnt!
Die Babyartikel haben wir dank der haeufigen Besuche der Family gar nicht vermisst und heute ist die Maus 15 Monate und wir brauchen das meiste davon auch nicht mehr.
Was lieben wir an Amerika bzw. Florida und was haben wir lieben/schätzen gelernt?
- Freundlichkeit und Höflichkeit der Menschen hier
- das Wetter
- die Möglichkeit am Wasser zu leben
- Drive-In Bankautomat
- die praktischen Grundrisse der Apartments und die vielen Storage-Möglichkeiten in der Wohnung
- unseren mega Kühlschrank
- günstige Benzinpreise (aktuell ca. 0,70 EUR pro l)
- kurze Lieferzeiten bei Möbeln
- dass es hier in Jax eigentlich keine Staus gibt
- dass Autofahren hier so einfach und logisch ist, dass man kein Navi braucht
- gutes Fleisch, die Burger sowie die Steaks
- der trash valley service, der jeden Tag (5x die Woche) den Müll vor unserer Haustür abholt
Das kann ich eigentlich so stehen lassen. Wir haben jetzt ein Haus was noch um Laengen besser ist als ein Condo. Der Muell wird nur 2x die Woche abgeholt, aber dafuer kann ich so viele Muellltonnen haben wie ich will! Ohne Aufpreis.
Ach ja, die Benzinpreise sind wie ueberall dramatisch gefallen. Wir liegen derzeit um die 2$ pro Gallone.... rechnet's euch selber aus (oder besser nicht).
Was nervt uns hier bislang?
- teilweise lange Wartezeiten wenn man sich wo anstellen muss (z.B. Bank)
- dass hier alles und jeder Handgriff eine Fee (Gebühr) kostet
- nach richtig gutem Salat / Gemüse muss man suchen
- dass es keine Braeburn Äpfel gibt
- dass Käse und Milchprodukte recht teuer sind
- dass wir als Fahranfänger viel zu viel für die KFZ Versicherung bezahlen müssen
Warten nervt, ueberall auf der Welt. Man findet aber hier fast immer die Moeglichkeit, Dinge online zu erledigen. Cool ist z.B. mein Frisoer: da melde ich mich online an und komme dann dorthin, wenn ich dran bin (sehe wie lange es dauert). Manche Dinge bleiben nervig, aber das sind die ueblichen Verdaechtigen - Behoerden, Kabegesellschaft etc. - gut ist z.B. beim Arzt, da kommt man auch dran wenn man Termin hat +/- 15min.
Gebuehren gilt es zu vermeiden... inzwischen lernt man schon wie das geht.
Gutes Gruenzeug gibt es, kostet halt.... und es gibt sie doch, meine geliebten Braeburn Aepfel. Wohoo!
Das Kaeseproblem hat sich mit den Eroeffnungen von Aldi und Trader Joes relativiert. Guter Kaese zu guten Preisen...
Und auch die KFZ Versicherung haben wir nach 2 Monaten gewechselt und kommen jetzt ganz gut weg.
Alles in allem haben wir uns super eingelebt und es gibt kaum noch Dinge, die ich heute auf dem Deutschland-Wunschzettel habe. Aber es gibt sie.... mehr ueber das Leben in USA und was uns so auffaellt gibts dann bei einem der naechsten Posts.
Euch allen vielen Dank, dass ihr schon ein Jahr lang dabei seit. Freue mich immer ueber Kommentare und beantworte auch gerne Fragen. Wer die nicht hier stellen moechte kann mir auch gerne eine eMail schreiben (esimon2511(at)gmail(dot)com).
In diesem Sinne - Gruss von unserer Maus: "stay cool"
Song of the day: Jackson Brown - Stay just a little bit longer
Freitag, 16. Januar 2015
Sonnenuntergang und unser naechster Trip
So, allen voran muss ich mich praeventiv entschuldigen, wenn die Posts jetzt etwas merkwuerdig aussehen. Aber ich habe seit einiger Zeit einen neuen Laptop mit US Tastatur und nun gibt es halt keine Umlaute mehr. Ich hoffe es liest sich trotzdem annehmbar.
Wollte mal kurz wieder einen Schwank zum Wetter erzaehlen.
Nachdem der Dezember ja noch echt schoen und warm war, ist nun die zweite Jahreszeit in Jax angebrochen - der Januar (ihr erinnert euch, es gibt Sommer und Januar).
Dementsprechend ist auch das Wetter etwas wie in D im April... nur waermer :-)
Aber doch auch mit bewoeklten Tagen und Regen. Ihr seht, es ist also nicht immer 100%ig schoenes Wetter.... Naja, 15 days to go :-)
Trotzdem setzt der Wettergott zwischendrin das ein oder andere Highligh und so moechte ich euch nicht unseren fantastischen Sonnenuntergang vom Montag vorenthalten.
Praktischer Weise ist hier am Montag Feiertag (Martin Luther King day). Habe mir den Freitag frei genommen uns so haben wir die Moeglichkeit, spontan einen schoenen 4tages Trip zu unternehmen.
Bis die Tage wieder.
Song of the day: Miami - Will Smith
Wollte mal kurz wieder einen Schwank zum Wetter erzaehlen.
Nachdem der Dezember ja noch echt schoen und warm war, ist nun die zweite Jahreszeit in Jax angebrochen - der Januar (ihr erinnert euch, es gibt Sommer und Januar).
Dementsprechend ist auch das Wetter etwas wie in D im April... nur waermer :-)
Aber doch auch mit bewoeklten Tagen und Regen. Ihr seht, es ist also nicht immer 100%ig schoenes Wetter.... Naja, 15 days to go :-)
Trotzdem setzt der Wettergott zwischendrin das ein oder andere Highligh und so moechte ich euch nicht unseren fantastischen Sonnenuntergang vom Montag vorenthalten.
Ansonsten haben wir anlaesslich unserer 1jaehirgen Ankunft noch einen kleinen Wochenendtrip in die Miami/Ft. Lauderdale Gegend geplant. Wir freuen uns sehr darauf und werden bei unseren lieben Freunden Heike und Marcel einkehren. Das schliesst unser erstes Jahr USA dann noch mit einem Highlight ab. Unterwegs wollen wir noch irgendwo an der Eastcoast halt machen und uns ein wenig was anschauen. Werde berichten was wir dann gemacht haben.Praktischer Weise ist hier am Montag Feiertag (Martin Luther King day). Habe mir den Freitag frei genommen uns so haben wir die Moeglichkeit, spontan einen schoenen 4tages Trip zu unternehmen.
Bis die Tage wieder.
Song of the day: Miami - Will Smith
Dienstag, 13. Januar 2015
Was für ein Jahr!
Ein frohes und gesundes neues Jahr euch allen! Ich hoffe ihr hattet alle ein schönes Weihnachten und einen tollen Jahreswechsel.
Die Normalität ist wieder zurück und der Alltag hat uns wieder, nachdem wir vom 15.12. bis 8.1. Besuch unserer beider Familien im Haus hatten.
Ich denke es war ein ganz besonderes Weihnachten für uns alle, vor allem aber für Helene.
So konnten wir das Fest der Feste mit allen Großeltern gemeinsam verbringen. Wir hatten eine tolle Zeit und Helene jede Menge Aufmerksamkeit und Aktivität. Auch für uns Eltern war das mal ganz schön, ein wenig (bzw. eher tatkräftige) Unterstützung zu Hause zu haben.
Ich hatte zwischendurch die meiste Zeit frei und den ein oder anderen Brückentag habe ich aus dem Homeoffice gearbeitet. Hier in den USA ist ja nur der 25.12. ein Feiertag, d.h. am 24.12. und 26.12. wird ganz normal gearbeitet. Das gilt auch für den 31.12. - auch hier ist nur der 1.1. frei.
Pünktlich zum Jahreswechsel ist unsere neue Terrasse dann auch noch fertig geworden. Marcello und sein Team haben uns hier eine wunderbare Steinterrasse gelegt und somit konnten wir noch einige schöne Momente outdoor geniessen. Somit war es auch von Vorteil, dass am 26.12. gearbeitet wurde :-) Hier ein paar Bilder, aber ich echt wirkt es einfach viel schöner als auf den Fotos. Vor allem mit etwas Sonnenschein im Nacken...
Es ist ja schon etwas gewöhnungsbedürftig, bei 25 Grad Weihnachten zu feiern. So haben wir statt Gans &. Co. auch lieber den Grill angeworfen und ein Christmas-Barbecue gemacht. Natürlich in Shorts!
Sehr gefreut haben wir uns auch Silvester über den Besuch von Heike und Marcel, die mit uns gemeinsam den Jahreswechsel gefeiert haben. Die Terrasse haben wir jedenfalls gebührend eingeweiht und sie war auch um 4 Uhr Nachts noch genauso toll wie im alten Jahr.
Das neue Jahr geht schwungvoll weiter: Projekt Terrasse ist ja noch nicht fertig. Wir leben ja an einem See und zugleich in sehr warmen Gefilden. Das bedeutet gleichzeitig auch viel Ungeziefer und Stechmücken. Daher ist es hier üblich den ganzen Bereich mit einem großen Mückenschutz einzuzäunen. Das Ganze nennt sich dann screen enclosure. Kommt die Tage noch dran und wird uns im Frühjahr und Sommer das Leben lebenswert machen.
Ansonsten hat uns wie beschrieben der Alltag wieder. Helene wächst und gedeiht, entwickelt sich wunderbar. Rennt im Haus rum (und jetzt auch vermehrt draussen), erforscht alles, bekommt Zähne und entwickelt sich zu einer wunderbaren kleinen Lady.
Papa Simon hat die Arbeitswelt zurück. Es startet gleich mit einem größeren Projekt und daher werde ich wohl ein paar extra Stunden im Büro verbringen dürfen. Naja, ich sag ja immer wenn es die Familie satt macht ;-)
Mama Annika managt unser zu Hause und lässt sich von Helene beglücken. Besonders stolz bin ich zu berichten, dass sie im letzten Test ihres Englisch Kurses als Klassenbeste abgeschnitten hat. Respekt und Gratulation zugleich, denn mit so einem aufgeweckten und mobilen Kind noch die Zeit zu finden Englisch zu pauken ist schon beeindruckend.
2014 war ein aufregendes Jahr mit sehr viel Veränderung, sehr viel Abenteuer und Herausforderungen. Wir sind stolz, dass alles bislang so wunderbar funktioniert hat. Das verdanken wir zum Einen einer guten Planung und Organisation, zum Anderen aber auch weil wir einfach als Familie hervorragend funktionieren.
Am 20.01. werden wir unser Einjähriges hier in Jacksonville feiern. Unglaublich wie die Zeit vergeht. Dann ist sicherlich auch der Moment für einen kurzen Rückblick, den ich jetzt aus diesem Grund noch nicht machen wollte.
2015 steht vor dem oben beschriebenen Hintergrund daher für uns mal im Zeichen des Ankommens und Geniessens. Unseren neuen Alltag finden und sich Stück für Stück weiter in das Leben hier vor Ort zu integrieren.
Ich habe fest vor, auch im neuen Jahr weiter zu schreiben, wenn auch die Zeit neben Beruf und Familie etwas knapp ist. Gerne beantworte ich auch weiterhin Fragen rund um das Thema Leben in den USA und natürlich alles was mit den Schritten davor zusammenhängt.
Macht's gut und bis bald!
Song of the day: Dominick the donkey - Lou Monte
Die Normalität ist wieder zurück und der Alltag hat uns wieder, nachdem wir vom 15.12. bis 8.1. Besuch unserer beider Familien im Haus hatten.
Ich denke es war ein ganz besonderes Weihnachten für uns alle, vor allem aber für Helene.
So konnten wir das Fest der Feste mit allen Großeltern gemeinsam verbringen. Wir hatten eine tolle Zeit und Helene jede Menge Aufmerksamkeit und Aktivität. Auch für uns Eltern war das mal ganz schön, ein wenig (bzw. eher tatkräftige) Unterstützung zu Hause zu haben.
Ich hatte zwischendurch die meiste Zeit frei und den ein oder anderen Brückentag habe ich aus dem Homeoffice gearbeitet. Hier in den USA ist ja nur der 25.12. ein Feiertag, d.h. am 24.12. und 26.12. wird ganz normal gearbeitet. Das gilt auch für den 31.12. - auch hier ist nur der 1.1. frei.
Pünktlich zum Jahreswechsel ist unsere neue Terrasse dann auch noch fertig geworden. Marcello und sein Team haben uns hier eine wunderbare Steinterrasse gelegt und somit konnten wir noch einige schöne Momente outdoor geniessen. Somit war es auch von Vorteil, dass am 26.12. gearbeitet wurde :-) Hier ein paar Bilder, aber ich echt wirkt es einfach viel schöner als auf den Fotos. Vor allem mit etwas Sonnenschein im Nacken...
Es ist ja schon etwas gewöhnungsbedürftig, bei 25 Grad Weihnachten zu feiern. So haben wir statt Gans &. Co. auch lieber den Grill angeworfen und ein Christmas-Barbecue gemacht. Natürlich in Shorts!
Sehr gefreut haben wir uns auch Silvester über den Besuch von Heike und Marcel, die mit uns gemeinsam den Jahreswechsel gefeiert haben. Die Terrasse haben wir jedenfalls gebührend eingeweiht und sie war auch um 4 Uhr Nachts noch genauso toll wie im alten Jahr.
Das neue Jahr geht schwungvoll weiter: Projekt Terrasse ist ja noch nicht fertig. Wir leben ja an einem See und zugleich in sehr warmen Gefilden. Das bedeutet gleichzeitig auch viel Ungeziefer und Stechmücken. Daher ist es hier üblich den ganzen Bereich mit einem großen Mückenschutz einzuzäunen. Das Ganze nennt sich dann screen enclosure. Kommt die Tage noch dran und wird uns im Frühjahr und Sommer das Leben lebenswert machen.
Ansonsten hat uns wie beschrieben der Alltag wieder. Helene wächst und gedeiht, entwickelt sich wunderbar. Rennt im Haus rum (und jetzt auch vermehrt draussen), erforscht alles, bekommt Zähne und entwickelt sich zu einer wunderbaren kleinen Lady.
Papa Simon hat die Arbeitswelt zurück. Es startet gleich mit einem größeren Projekt und daher werde ich wohl ein paar extra Stunden im Büro verbringen dürfen. Naja, ich sag ja immer wenn es die Familie satt macht ;-)
Mama Annika managt unser zu Hause und lässt sich von Helene beglücken. Besonders stolz bin ich zu berichten, dass sie im letzten Test ihres Englisch Kurses als Klassenbeste abgeschnitten hat. Respekt und Gratulation zugleich, denn mit so einem aufgeweckten und mobilen Kind noch die Zeit zu finden Englisch zu pauken ist schon beeindruckend.
2014 war ein aufregendes Jahr mit sehr viel Veränderung, sehr viel Abenteuer und Herausforderungen. Wir sind stolz, dass alles bislang so wunderbar funktioniert hat. Das verdanken wir zum Einen einer guten Planung und Organisation, zum Anderen aber auch weil wir einfach als Familie hervorragend funktionieren.
Am 20.01. werden wir unser Einjähriges hier in Jacksonville feiern. Unglaublich wie die Zeit vergeht. Dann ist sicherlich auch der Moment für einen kurzen Rückblick, den ich jetzt aus diesem Grund noch nicht machen wollte.
2015 steht vor dem oben beschriebenen Hintergrund daher für uns mal im Zeichen des Ankommens und Geniessens. Unseren neuen Alltag finden und sich Stück für Stück weiter in das Leben hier vor Ort zu integrieren.
Ich habe fest vor, auch im neuen Jahr weiter zu schreiben, wenn auch die Zeit neben Beruf und Familie etwas knapp ist. Gerne beantworte ich auch weiterhin Fragen rund um das Thema Leben in den USA und natürlich alles was mit den Schritten davor zusammenhängt.
Macht's gut und bis bald!
Song of the day: Dominick the donkey - Lou Monte
Mittwoch, 24. Dezember 2014
Merry Christmas
Merry Christmas und frohe Weihnachten euch allen!
Vielen Dank, dass ihr den Blog so rege verfolgt habt im vergangen Jahr. Es war eine aufregende Reise ins Ungewisse mit bislang tollem Verlauf fuer uns. Hoffen wir, dass es so positive weitergeht im neuen Jahr. Ich nehme mir fest vor, den obigatorischen Jahresrueckblick noch rechtzeitig zu verfassen.
Die Nachbarschaft ist festlich geschmueckt und hier in den USA ist die Christmas decoration ein absolutes Muss. Nach Thanksgiving wird eben fuer Weihnachten geschmueckt. Teilweise sehr schoen, manchmal auch etwas drueber.... aber auch dass ist irgendwie schon wieder schoen.
Hier einige Beispiele unserer direkten Nachbarn sowie von einem Haus hier in der Gegeng, welches legendaer fuer seine Weihnachtsdeko ist.
Wir haben im Rahmen unserer Moeglichkeiten auch einiges an Deko aufgefahren, aber dieses Jahr noch sehr dezent. Man darf nicht vergessen, dass die meisten der Nachbarn ihren Deko-Fundus ueber Jahre aufgebaut haben. Hauptsache innen ist schoen festlich.
Eigentlich wollten wir zusammen mit meinem Vater und Katherina, die uns gerade besuchen, einen Baum auf einer Farm selbst schlagen. Doch kamen uns das Wetter und die Auswahl an lokalen Baumsorten nicht sonderlich entgegen, also haben wir kurzerhand doch einen Baum gekauft.
Den Schmuck haben wir so Stueck fuer Stueck in den letzten Tagen besorgt und da steht er nun, unser erster Christmas tree in den USA:
Ansonsten wird unser erstes US Weihnachten sicherlich "special".
Zum Einen ist unsere gesamte enge Familie da, also mein Dad mit Frau und auch Annikas Mutter kam gemeinsam mit Norbert gestern abend noch puenktlich zum Fest eingeflogen.
Besonders fuer Helene wird das ganz toll aber auch wir freuen uns sehr, dass unsere Familien uns bei unserem Schritt so toll unterstuetzen. Vielen Dank :-)
Zweitens ist natuerlich das Wetter ein Faktor. Heilig Abend ist mit 26C angesagt und so werde ich vermutlich in Shorts unser Abendessen grillen. Hat auch mal was. Den Gluehwein gibt's dann wohl on the rocks....
Drittens ist es dasa erste Weihnachten welches unsere Maus aktiv miterlebt. Letztes Jahr hat sie ja noch den Grossteil verschlafen, aber dieses Jahr wird es total aufregend und wir freuen uns schon sehr das mitzuerleben. Wir haben uns entschlossen es "amerikanisch" zu halten und die Geschenke am Morgen des 25.12. auszupacken. Dann hat sie noch den ganzen Tag zum Spielen und Toben!
In diesem Sinne euch allen frohe Weihnachten und eine gesegnete Weihnachtszeit!
Song of the day: Stille Nacht, heilige Nacht
Vielen Dank, dass ihr den Blog so rege verfolgt habt im vergangen Jahr. Es war eine aufregende Reise ins Ungewisse mit bislang tollem Verlauf fuer uns. Hoffen wir, dass es so positive weitergeht im neuen Jahr. Ich nehme mir fest vor, den obigatorischen Jahresrueckblick noch rechtzeitig zu verfassen.
Die Nachbarschaft ist festlich geschmueckt und hier in den USA ist die Christmas decoration ein absolutes Muss. Nach Thanksgiving wird eben fuer Weihnachten geschmueckt. Teilweise sehr schoen, manchmal auch etwas drueber.... aber auch dass ist irgendwie schon wieder schoen.
Hier einige Beispiele unserer direkten Nachbarn sowie von einem Haus hier in der Gegeng, welches legendaer fuer seine Weihnachtsdeko ist.
Wir haben im Rahmen unserer Moeglichkeiten auch einiges an Deko aufgefahren, aber dieses Jahr noch sehr dezent. Man darf nicht vergessen, dass die meisten der Nachbarn ihren Deko-Fundus ueber Jahre aufgebaut haben. Hauptsache innen ist schoen festlich.
Eigentlich wollten wir zusammen mit meinem Vater und Katherina, die uns gerade besuchen, einen Baum auf einer Farm selbst schlagen. Doch kamen uns das Wetter und die Auswahl an lokalen Baumsorten nicht sonderlich entgegen, also haben wir kurzerhand doch einen Baum gekauft.
Den Schmuck haben wir so Stueck fuer Stueck in den letzten Tagen besorgt und da steht er nun, unser erster Christmas tree in den USA:
Ansonsten wird unser erstes US Weihnachten sicherlich "special".
Zum Einen ist unsere gesamte enge Familie da, also mein Dad mit Frau und auch Annikas Mutter kam gemeinsam mit Norbert gestern abend noch puenktlich zum Fest eingeflogen.
Besonders fuer Helene wird das ganz toll aber auch wir freuen uns sehr, dass unsere Familien uns bei unserem Schritt so toll unterstuetzen. Vielen Dank :-)
Zweitens ist natuerlich das Wetter ein Faktor. Heilig Abend ist mit 26C angesagt und so werde ich vermutlich in Shorts unser Abendessen grillen. Hat auch mal was. Den Gluehwein gibt's dann wohl on the rocks....
Drittens ist es dasa erste Weihnachten welches unsere Maus aktiv miterlebt. Letztes Jahr hat sie ja noch den Grossteil verschlafen, aber dieses Jahr wird es total aufregend und wir freuen uns schon sehr das mitzuerleben. Wir haben uns entschlossen es "amerikanisch" zu halten und die Geschenke am Morgen des 25.12. auszupacken. Dann hat sie noch den ganzen Tag zum Spielen und Toben!
In diesem Sinne euch allen frohe Weihnachten und eine gesegnete Weihnachtszeit!
Song of the day: Stille Nacht, heilige Nacht
Mittwoch, 10. Dezember 2014
Aprilwetter, Thanksgiving und Südstaaten-Feeling
Kennt man in Deutschland den April, der macht was er will trifft das zur Zeit hier eher auf den November zu. Ich meine, dass wir so ziemlich alles außer Schnee gesehen haben in diesem Monat: Sonne, Regen, Nebel, Eis und Sturm.
Der Gipfel war dann tatsächlich ein Tag, an dem es Frost hatte. Da fragt man sich schon warum man nach Florida gezogen ist, oder?
Der Gipfel war dann tatsächlich ein Tag, an dem es Frost hatte. Da fragt man sich schon warum man nach Florida gezogen ist, oder?
Logischer Weise besitzen wir hier keine Eiskratzer und dergleichen, so dass ich morgens eine kleine Herausforderung hatte, mein Auto startklar zu bekommen (mal unabhängig davon, dass mir kalt war in meinem dünnen Arbeitshemd).
Das Witzige erkennt man im Hintergrund des Bildes, wo beim Nachbarn zwei Häuser weiter noch der Rasensprinkler läuft.... Sachen gibts....
Zur Verteidigung: jedes Haus hat hier ein sog. Irrigation system und diese sind in aller Regel programmiert auf bestimmte Tage und Zeiten. Da muss man erst mal dran denken das Ding auszuschalten.
Anyway - in der Arbeit angekommen habe ich erst mal Kontakt mit meinem ehemaligen Teamkollegen und Freund Dennis aufgenommen um zu fragen, ob wir noch unsere uralt Werbegeschenke im Schrank haben. Da lagen nämlich immer noch Tonnen an Eiskratzern rum.
Wir hatten einen netten Chat und drei Tage später finde ich ein Paket aus Rödelheim an meinem Platz:
Dennis du bist der Größte!
Der ein oder andere mag jetzt wegen meiner bekannten Affinität zum Bausparen sicherlich schmunzeln, aber hey - wir machen den Weg frei...... (ups, oder waren das die anderen....)
By the way - so richtige Taschentücher gibt es hier auch nur unter erhöhten Schwierigkeiten. Meist bekommt man nur die Hauchdünnen Klinex - Dennis, woher wusstest du....?
Grandios und das drei Tage vor meinem Geburtstag.
Hoch motiviert habe ich mich dann wieder an die Arbeit gemacht. Es heißt ja immer in Amerika wird härter und länger gearbeitet. Der Beweis kommt hier:
Natürlich alles halb so wild, steht doch der sagenumwobene Black Friday vor der Tür. Hol ich mir halt ein neues zum halben Preis... oder zwei für drei.... oder buy one get one off.... naja egal.
Um auf das Wetter zurückzukommen: also die notierte Spanne im November lag hier zwischen 2C und 29C. FlipFlop oder Moonboots ist daher die Frage, die man sich jeden Tag aufs neue stellt.
Witzig übrigens, wenn man mal Sonntag so durchs Towncenter schlendert... die eine Hälfte hat wirklich FlipFlops und Shorts an und die andere dicke Jacke und UGGs (welche hier glaub ich weniger als die Hälfte kosten).
Highlight war auf alle Fälle unser kleiner Thanksgiving Trip nach North Carolina. Der netten Einladung unserer Auswander-, Stammtisch- und Bloggerfreunde Camcos Menesi (=Cameron, Monique, Sascha und Connor) sind wir sehr gerne gefolgt und haben uns am Mittwoch vor Thanksgiving auf die ca. 6 stündige Reise nach Huntersville, NC gemacht.
Es war ein super Fest mit allem Drum und Dran. Der Turkey war wunderbar und wir hatten eine prima Zeit. Und weil Zeit knapp und kostbar ist, schreibe ich gar nicht so viel Details dazu, sondern verlinke hier mal auf den Camcos Blog, die dazu einen wunderschönen Beitrag geschrieben haben:
Zum Black Friday sei nur so viel gesagt: hier gehen die Erfahrungen und Meinungen deutlich auseinander. Wir haben von Gegenden gehört, wo die Läden geplündert werden und wir haben aber auch eine Seite erlebt, wo alles sehr gediegen und normal ablief.
Klar gibt es überall Angebote und Rabatte, aber insgesamt empfand ich das jetzt nicht so als dass man dafür lange anstehen muss oder gar sich mitten in der Nacht vor eine Ladentüre stellt.
Die Mädels waren den ganzen Tag in der Mall shoppen, während Helene und ich uns einen gemütlichen Spaziergang durch das herbstliche Huntersville genehmigt haben. Das war auch mal sehr schön, denn so richtig herbstlich ist es in Florida nicht.
Am Samstag ging es dann gemeinsam früh morgens auf nach Savannah. Das liegt so ca. auf der Hälfte zwischen uns uns Menesis und da wir beide noch nie dort waren, haben wir uns entschlossen dort gemeinsam das Wochenende zu verbringen.
Nicht verschweigen möchte ich, dass Treffen mit Menesis für uns immer wie Urlaub ist, weil wir dort auch auf die Weltbesten Babysitter Cami und Connor treffen. Die beiden sind großartig und haben einen super Draht zu unserer kleinen Maus, so dass auch wir mal eine kleine Auszeit nehmen können.
Entspannt haben wir uns durch die nette kleine Südstaaten-Stadt treiben lassen, die so sehr an Filme wie "vom Winde verweht" oder "Fackeln im Sturm" erinnert. Nicht zuletzt natürlich auch an Forrest Gump, aus welchem die bekannte Szene an der Bushaltestelle in Savannah gedreht wurde.
Zufällig kamen wir beim Schlendern auch mitten in den Dreh eines Spielfilms... zuerst dachten wir, da wäre ein krasser Unfall passiert - aber schnell stellte sich heraus, dass eben eine Szene für einen Kinderfilm gedreht wurde.
Savannah ist ein absolutes MUSS wenn man an der Ostküste entlang kommt. Wirklich schön.
Wem die Bilder im Camcos Blog nicht gereicht haben, hier noch ein paar weitere Schnappschüsse, die ich mit dem iPad eingefangen habe.
Bis zum nächsten Mal!
Song of the Day: Cold as Ice - Foreigner
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