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Donnerstag, 26. Januar 2017

3 Jahre Jax

Am 20. Januar war nicht nur die Amtseinführung von unserem neuen Präsidenten Donald Trump, sondern viel wichtiger für uns war unser dreijähriges Jubiläum in den USA und in Jacksonville.

Drei Jahre sind wir nun hier und auch in Jahr 3 hat sich sehr viel - überwiegend Gutes - getan.

Highlights:
- ganz klare Nummer 1: die Geburt unseres Sohnes Eric
- unsere erste Kreuzfahrt im Januar
- Helene's neuer Kindergarten
- das erste Mal Disney mit den Kindern
- ein paar Verschönerungen rund ums Haus
- viele tolle Stunden mit netten Freunden und unseren Familien
- Praesidentschaftwahlkampf a la USA

...um nur einiges zu nennen.

Es geht uns nach wie vor ziemlich gut und wir fühlen uns mit der damaligen Entscheidung hierher zu kommen immer noch sehr wohl.
Inzwischen sind wir mit dem Büro umgezogen und parallel dazu wurde auch ein neuer Interstate Zubringer eröffnet wodurch mein Arbeitsweg sich nochmal etwas reduziert hat und mich an einigen praktischen Geschäften vorbeiführt. Das ist insofern prima weil ich dann unterwegs einfach mal schnell ein paar Sachen einkaufen kann und wir so wertvolle Familienzeit am Wochenende nicht nur mit Einkaufen verbringen müssen.

Die Anpassung an den klassischen amerikanischen Alltag erfolgt langsam und schleichend, aber er erfolgt. Unterwegs essen, drive through (nicht nur zum essen sondern auch Apotheke oder Bankschalter) oder viele alltägliche Bequemlichkeiten haben sich längst eingeschlichen. Der (fast) tägliche Starbucks Besuch meiner Frau ist quasi schon Routine ;-)

Mit der Zeit bekommt man auch so seinen Überblick und wir sind immer mehr in der Lage, bessere Entscheidungen zu treffen. Am Anfang ist die Gefahr hier sehr groß, dass man sich überrumpeln lässt und schnell mal etwas kauft, weil der Verkäufer so nett ist oder weil man es halt einfach nicht besser weiss. Immer mehr durchsteigst du dann auch den Wirrwarr mit Versicherungen, Finanzen im allgemeinen oder den ganzen Healthcare Kram.

Ich habe mal wieder in meinen 1 Jahres Post geschaut und natürlich etwas geschmunzelt, was so die Pros und Cons damals waren. Im Grunde haben wir uns hier mit allem arrangiert oder eben Produkte/Dinge gefunden, die uns eigentlich nichts mehr so recht vermissen lassen. Ich werde ja öfters gefragt was ich so vermisse und ich muss ehrlich sagen, dass mir das schwer fällt zu beantworten. Ich glaube es sind so gewisse Kleinigkeiten wie zB mal eine frische, resche Brez'n oder ein paar Landjäger zur Brotzeit. Bekommt man hier auch mitunter, aber in Jacksonville eben nicht so einfach wie in anderen Ecken wo es deutsche Metzger gibt.

Wie ihr seht lebt es sich inzwischen so im Alltag dahin was mir auch das Bloggen schwer macht, denn über unseren Familienalltag will ich und wollte ich auch gar nicht so wirklich viel Berichten. Ich meine da gibt es spannendere Themen. Vielmehr wollte und will ich das Thema auswandern, Kulturveränderung und die eigene Ziel- und Traumverwirklichung schriftlich festhalten. Wir gehen jetzt in eine neue Phase, die Assimilierung ;-) - Spass beiseite aber ich denke der Blog hat so sein natürliches Ende gefunden. Nach 3 Jahren gehören wir nicht mehr zu den frisch ausgewanderten und haben nicht mehr so viel Tipps und Vergleiche parat wie am Anfang. Ich überlege stets worüber ich schreiben könnte weil es mir im Grunde schon Spass macht. Aber ich habe dann auch den Anspruch etwas an Mehrwert zu liefern - sonst können ja alle auch einfach nur Dschungelcamp kucken. Momentan habe ich noch nicht so den perfekten Plan, aber mir fällt schon noch was ein.

Mal sehen wie ich es hier handhabe - vermutlich sporadisch hier und da ein Beitrag, aber sicherlich nicht so regelmäßig wie 2014.

In diesem Sinne - vielen Dank fuer's lesen, kommentieren und kontaktieren. Bis bald! Prost! Go Jags!




Song of the day: Niemals geht man so ganz - Trude Herr

Samstag, 30. Juli 2016

Jacksonville auf starkem Wachstumskurs

Zuerst heute mal brilliante Nachrichten aus meinem Büro - ja ihr habt richtig gesehen - Ü ;-)
Nachdem der Mac vor Urzeiten die Grätsche gemacht hatte habe ich mich doch mal zum Apple Store bemüht um zu sehen ob noch was zu retten ist - und siehe da - es war nur die Festplatte abgeraucht. Ich habe ihn nun wieder flott gemacht (zur Info: das ist ein deutscher Mac) weshalb ich jetzt wieder einen Rechner zu Hause habe mit Ä und Ö und natürlich Ü. Brilliant, nicht wahr :-)

Aber eigentlich möchte ich ein wenig über die neue Heimat Jacksonville in Florida sprechen. Man könnte sagen, der schlafende Riese im Nordosten Floridas. Zieht es ja sonst die meisten Deutschen eher nach Cape Coral oder Fort Myers ist unsere Gegend eher weniger bekannt.

Jacksonville macht sich gerade auf zum neuen Hotspot in Amerika.

Neulich bei Forbes gesehen: Jax auf Platz 2 der Städte wo Amerikaner gerade hinziehen.



Warum ist das so? Nun dafür gibt es eine Menge Gründe, aber neben Wetter und der attraktiven Lage am Meer gibt es ein paar harte Fakten die Jacksonville attraktiv machen:
Zum Einen ist da die nicht vorhandene State income tax in Florida, welche den Paycheck (den Gehaltszettel) größer macht. Zum Anderen sind es die immer noch recht erschwinglichen Preise am Immobilienmarkt (siehe auch im Bild und vergleicht mal mit den anderen genannten Städten).
Hauptgrund ist aber aus meiner Sicht die wirtschaftliche Macht und die Jobs, welche hier in der Stadt entstehen.

Einige Beispiele:
Amazon baut ein neues Logistikzentrum mit 1,500 neuen Jobs auf. (Link)
Citibank schafft 800 neue Stellen. (Link)
Top Golf 450 neue Stellen (Link)
IKEA 250 Jobs (Link)
Mercedes Benz - 50 neue Stellen (Link)

Also wenn ich Recruiter wäre würde ich ja glatt nach Jacksonville ziehen, wenn ich nicht schon dort wohnen würde....

Dazu kommen noch erhebliche Investitionen in die Infrastruktur, vor allem Strassenbau. Aber es entstehen auch viele neue Wohngebiete, Shopping plazas mit immer besseren kulinarischen Angeboten. Ich prohpezeihe einen Boom und bin gespannt, wie sich die Preise für Immobilien in den kommenden Jahren entwickeln.
Das Sahnehäubchen ist dabei natürlich, dass (fast) vor unserer Haustüre das größte Shopping Areal in Northeast Florida entsteht (Link). Ein riesen Projekt was jede Menge Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants und Jobs vor unsere Haustür bring. Das sind mal klasse Aussichten und machen die Gegend in der wir leben (zwischen Jacksonville und St. Augustin) zum absoluten Hotspot in den nächsten Jahren.

Nicht vergessen werden darf dabei auch, dass St. Johns county das mitunter beste public school system in ganz Florida hat, was es für Familien mit Kindern natürlich enorm attraktiv macht, sich in dieser Gegend niederzulassen.

Noch ein weiterer Vorteil für uns: wenn man mal die Nase voll hat von Strand und Meer ist man auch schnell mal in die anderen Staaten gefahren und kann einige Ziele gut mit dem Auto machen wie z.B. Georgia (Savannah, Atlanta), North und South Carolina oder Tennessee. Wie in einem anderen Post erwähnt sind wir auch in einer Tagestour schon bis nach New Orleans gefahren. Vorteil wenn man eben hier oben im nördlichen Teil des Bundesstaates sitzt.

So, genug geschwärmt von der neuen Heimat. Ich fand es einfach mal interessant aufzuzeigen, dass hier echt viel passiert und Jacksonville nicht mehr lange ein Geheimtip bleiben wird. Wir wühlen uns hier sehr wohl und freuen uns auf das was kommt.

In diesem Sinne - take care!

Heute mal kein Song of the day: heute will ich mir einfach mal ein Ü kaufen ;-)



Samstag, 25. Juni 2016

Okay okay

Ihr lieben,
jetzt ist es schon fast ein Jahr her seit ich etwas gebloggt habe. Der Alltag hat uns fest im Griff und ich bin der Meinung, dass es gar nicht mehr so viel interessantes zu berichten gibt ueber unser Leben, nachdem der ganze aufregende Teil der Auswanderung langsam vorbei ist. Alltag eben.

Dennoch erreichen mich immer wieder Kommentare und Posts die nach Updates fragen, was mir ein gewisses Interesse an unseren naechsten Schritten zeigt. Auch wenn ich heute nicht sagen kann in welchen Abstaenden ich Blog Posts schreiben werde habe ich mich entschlossen, erst mal ein wenig weiter zu machen.

Fuer heute versuche ich einfach mal das letzte Jahre zusammenzufassen:

Wir wohnen noch immer in unserem Haus in St. Johns und haben es uns inzwischen sehr gemuetlich gemacht. Darunter zum Beispiel eine neue Innenfarbe im Wohnbereich oder einen Backsplash in der Kueche. Aber auch draussen haben wir unser sogenanntes Landscaping aufbegessert mit Curbings (das sind betonierte Rahmen an den Beeten), Ziersteinen statt Rindenmulch und einen neuen Rasen im hinteren Garten. Ich hatte ja schon mehrfach erwaehnt dass hier in der Gegend das St. Augustine Gras verwendet wird was eigentlich mehr Unkraut wie Rasen ist. Es sieht zwar schoen aus, ist aber ziemlich unangenehm zum drueberlaufen (und auch zu maehen).
Absolutes Highlight ist jedoch die Palme, die wir von meinem Dad im Dezember als Geschenk bekommen haben. Eine wunderschoene Geste mit Tiefgang, denn die Palme wird fuer immer an ihn erinnern und immer eine besondere Bedeutung fuer uns haben.... und sie sieht mega schick aus vor unserem Haus!



Ich habe noch immer meinen Job, der mir viel Spass macht und sich gut mit dem Privat- und Familienleben vereinbaren laesst. Mir bleibt genuegend Zeit um mit der Familie etwas zu unternehmen, was ich nach wie vor als absoluten Luxus empfinde.
Unsere Familienhighlights waren eine Kreuzfahrt im Januar mit Royal Caribbean (Oasis of the Seas), ein Kurzurlaub in Sarasota bei Astrid und Andi (topricalfruitgarden.com) sowie diverse Konzertbesuche (Luke Bryan, Jason Aldean) oder das Kindermusical Daniel Tiger.



Momentan befinden wir uns mit Familie Menesi in Fort Pierce und geniessen eine traumhafte Woche in einem Ferienaus mit Pool und nahe am Strand. Nicht zu vergessen auch das verlaengerte Wochenende in New Orleans mit meinem Dad, was ueber Jahrzehnte ein grosser Traum von ihm war.



Helene ist unsere Prinzessin und entwickelt sich rasend schnell zu einer richtigen kleinen Lady. Obwohl wir mit ihr nur deutsch sprechen sticht das Englische immer mehr durch, was hauptsaechlich von der Preschool kommt. Momentan sind Ferien aber von September bis Mai war sie 2x pro Woche in einem Kindergarten wo sie rein auf englisch unterrichtet worden ist.
Im Sommer wird sie dann auf eine neue Schule gehen, die etwas naeher an unserem Haus liegt und ebenso auf dem Weg zu meiner Arbeit ist. Bislang musste Annika ca. 25min fahren, was fuer einen 3h Tag im Kindergarten einfach zu aufwaendig auf Dauer ist.



Last but not least unsere groesste Neuigkeit ist, dass wir unseren zweiten Nachwuchs erwarten. Anfang August ist der errechnete Geburtstermin und wir werden einen Jungen bekommen. Alles verlaeuft soweit positiv so dass wir voller Vorfreude sind auf unseren Zuwachs. Helene wird eine grossartige "big sister" sein. Natuerlich stellt uns das auch vor grosse Herausforderungen, haben wir ja keine Familie um die Ecke die mal eben einspringt. Natuerlich wird die Family hier sein fuer ein paar Wochen, aber am Ende muessen wir lernen als Familie alles Herausforderungen zu viert zu meistern. Ich denke wir werden das gut hinbekommen und wir sind bester Dinge.
Eine Schwangerschaft verlaeuft hier in den USA ein wenig anders was die Untersuchungen etc. angeht, so dass es auch hier wieder viel zu lernen gab. Vor 2 Wochen hatten wir eine Krankenhaus Tour wo wir den Familien-Trakt besichtigt haben. Wir sind gut vorbereitet aber ein bisschen Unsicherheit und Aufregung bleiben.

Ich denke im Zeitraffer war das ein ganz guter Ueberblick - ich werde sicherlich einige Themen in mehr Details spaeter aufgreifen. Ihr koennt mir auch gerne Kommentare hinterlassen, was euch am Meisten interessiert, bin da ja flexibel.

So long - alles im Lot, uns geht es gut und wir haben gerade ein mega aufregendes Project "Baby" am Start. Auch 2.5 Jahre nach der Auswanderung wird es uns nicht langweilig.

Bis zum naechsten Mal.

Song of the Day - Babysitter Boogie - Ralf Bendix

Mittwoch, 22. Juli 2015

18 Monate Jacksonville, 18 Monate Abenteuer in Amerika

Ein kleines Fazit:

Wir fuehlen uns sehr wohl dort, wo wir gelandet sind und unser gesamtes Projekt Amerika ist bis jetzt voll aufgegangen.

Unser Leben ist aufregend, abwechslungsreich und bietet uns noch so viele Moeglichkeiten, die sich gar nicht alle so spontan aufzaehlen lassen.

Was hat sich fuer uns in dieser Zeit veraendert?

Eine ganze Menge: zunaechst haben wir mehr Zeit zusammen als Familie, da der Arbeitsweg deutlich kuerzer ist und die Verkehrssituation in Jacksonville relative entspannt ist. Diese gemeinsame Zeit koennen wir hier auch viel effektiver nutzen, da uns das Wetter viele Moeglichkeiten dazu gibt. Das hat auch dazu gefuehrt, dass wir aktiver sind, mehr draussen und mehr in Bewegung.

Wir versuchen mindestens 2x die Woche Sport zu machen und auch sonst mindestens einmal am Abend etwas schoenes wie einen Strandspaziergang, einen Einkaufsbummel oder einfach nur gemuetlich grillen.

Seit wir das Haus haben konnten wir auch viele neue Bekanntschaften in der Nachbarschaft machen. Besonders nett ist es mit unseren direkten Nachbarn, weil die einen kleinen Sohn haben, der nur einen Monat juenger ist als Helene. Die beiden fangen langsam an, miteinander zu spielen und so ist es auch oft Abends so, dass wir in einer unserer beiden Einfahrten stehen, reden und den Kindern beim spielen zuschauen.

Beruflich ist auch alles weiterhin am Laufen, Jacksonville ist nach wie vor ein wachsender Standort und innerhalb des Konzerns viel beachtet. Das locale Management legt viel Wert auf einge eigene Identitaet hier in Jax und foerdert networking durch zahlreiche Events, an denen ich mich mehr und mehr auch beteilige. So zum Beispiel letzte Woche ein Speed-Networking Event mit vielen wichtigen Entscheidnugstraegern oder naechsten Monat ein gesponsortes Golf-Outing an einem der schoensten Plaetze in der Gegend.

Last but not least haben wir auch ausserhalb der Nachbarschaft viele liebe Menschen kennengelernt und uns einen sehr netten Freundeskreis aufgebaut. Wir sind hauptsaechlich am Grillen, weil das einfach, entspannt, lecker und mit den Kindern unkompliziert ist.

Wie ihr seht, soweit hier alles gut. In Kuerze wieder mehr mit spezielleren Themen.

 

Song of the day: Living in America – James Brown

Freitag, 23. Januar 2015

Ein Jahr Jacksonville - Zwischenfazit

Unglaublich oder? Jetzt sind wir seit 20.01. genau ein Jahr hier in Jacksonville.... ist die Zeit nicht wie im Flug vergangen?
Fuer uns war ein ein aufregendes Jahr mit vielen Highlights.
  • Umzug in ein neues Leben
  • der neue Job
  • ein neues Haus
  • neues Umfeld
  • Freunde und Bekannte
  • anderes Klima, Wetter
um nur mal einige Dinge zu nennen.

Zeit mal wieder ein Fazit zu ziehen:

Jacksonville war fuer uns eine goldrichtige Entscheidung. Mal unabhaengig von Job und Arbeitgeber gibt es meine Menge Dinge, die wir an der Stadt und der Gegend liegen. Ich zaehle mal einige Davon auf:
- Florida Wetter, aber weniger schwuel und nicht ganz so heiss wie im suedlichen Florida
- direkt am Meer
- guenstige Lebenshaltung, insb. im Bezug auf die Wohnkosten
- keine state income tax in FL
- St. Johns county hat das beste public school system in Florida
- wenig Verkehr
- die Menschen sind im Wesentlichen freundlich und gelassen
- Jax liegt ausserhalb der Hurrican Schneise
- die Lage im Nordosten bietet Zugang zu vielen anderen attraktiven Reisezielen - man ist nicht so abgenabelt wie ganz unten in FL
- es gibt kaum Touristen

Obwohl in Deutschland nicht so bekannt ist Jacksonville in USA im Augenblick sehr am boomen. St. Johns county ist in den Top10 der lebenswertesten Gegenden in den USA und was viele nicht wissen: Jacksonville ist gemessen an der Flaeche die groesste Stadt der gesamten USA.
Es gibt noch viel Raum um zu wachsen, zahlreiche renommierte Unternehmen siedeln sich hier an und es gibt gute Universitaeten.
Die Infrastruktur ist hervorragend, weshalb Jax ein begehrter Standort fuer Logistik Unternehmen ist.
  • Internationaler Flughafen
  • Hafen
  • Bahn
  • I-95 (die wichtigste interstate an der Ostkueste)
  • nahe den grossen Airports Orlando, Miami und Atlanta
Ihr seht - nach einem Jahr haben wir viel ueber den Standort gelernt und wenn es nach uns geht bleiben wir noch eine ganze Weile hier.

Im zweiten Teil moechte ich noch auf unser 1-Monats-Zwischenfazit eingehen, um einfach mal zu zeigen, wi sich die Dinge dann doch entwickelt haben, auch wenn ich gar nicht mehr so viel darueber geschrieben habe.

Was vermissen wir aus Deutschland? - Familie & Freunde
- Sauerteigbrot und Semmeln / Brötchen
- abnehmbaren Duschkopf
- mehrlagiges Toilettenpapier
- bestimmte Babyartikel (z.B. Einmalwaschlappen, Baby-Wattepads, Einmalwickelunterlagen)
- to be continued....

Die Familie hat uns jeweils 3x besucht, mehr als wir jemals gedacht haetten. Dazu skypen wir viel und ganz ehrlich - gefuehlt haben wir mehr Kontakt als vorher. Im Freundeskreis ist es aehnlich, klar man sieht sich derzeit nicht, aber es wird fuer alles wieder Gelegenheiten geben, da bin ich mir sicher.
Sauerteigbrot macht Annika inzwischen selbst, dank toller persoenlicher Einweisung von Freundin Heike in die wunderbare Welt des Brotbackens :-)
Den Abnehmbaren Duschkopf gibt's im Baumarkt fuer 100$ - das ist das naechste Projekt was ich im Haus angehe.
Das Toilettenpapier - sagen wir's mal vornehm: mein Arsch hat sich dran gewoehnt!
Die Babyartikel haben wir dank der haeufigen Besuche der Family gar nicht vermisst und heute ist die Maus 15 Monate und wir brauchen das meiste davon auch nicht mehr.


Was lieben wir an Amerika bzw. Florida und was haben wir lieben/schätzen gelernt?
- Freundlichkeit und Höflichkeit der Menschen hier
- das Wetter
- die Möglichkeit am Wasser zu leben
- Drive-In Bankautomat
- die praktischen Grundrisse der Apartments und die vielen Storage-Möglichkeiten in der Wohnung
- unseren mega Kühlschrank
- günstige Benzinpreise (aktuell ca. 0,70 EUR pro l)
- kurze Lieferzeiten bei Möbeln
- dass es hier in Jax eigentlich keine Staus gibt
- dass Autofahren hier so einfach und logisch ist, dass man kein Navi braucht
- gutes Fleisch, die Burger sowie die Steaks
- der trash valley service, der jeden Tag (5x die Woche) den Müll vor unserer Haustür abholt

Das kann ich eigentlich so stehen lassen. Wir haben jetzt ein Haus was noch um Laengen besser ist als ein Condo. Der Muell wird nur 2x die Woche abgeholt, aber dafuer kann ich so viele Muellltonnen haben wie ich will! Ohne Aufpreis.
Ach ja, die Benzinpreise sind wie ueberall dramatisch gefallen. Wir liegen derzeit um die 2$ pro Gallone.... rechnet's euch selber aus (oder besser nicht).

Was nervt uns hier bislang?
- teilweise lange Wartezeiten wenn man sich wo anstellen muss (z.B. Bank)
- dass hier alles und jeder Handgriff eine Fee (Gebühr) kostet
- nach richtig gutem Salat / Gemüse muss man suchen
- dass es keine Braeburn Äpfel gibt
- dass Käse und Milchprodukte recht teuer sind
- dass wir als Fahranfänger viel zu viel für die KFZ Versicherung bezahlen müssen

Warten nervt, ueberall auf der Welt. Man findet aber hier fast immer die Moeglichkeit, Dinge online zu erledigen. Cool ist z.B. mein Frisoer: da melde ich mich online an und komme dann dorthin, wenn ich dran bin (sehe wie lange es dauert). Manche Dinge bleiben nervig, aber das sind die ueblichen Verdaechtigen - Behoerden, Kabegesellschaft etc. - gut ist z.B. beim Arzt, da kommt man auch dran wenn man Termin hat +/- 15min.
Gebuehren gilt es zu vermeiden... inzwischen lernt man schon wie das geht.
Gutes Gruenzeug gibt es, kostet halt.... und es gibt sie doch, meine geliebten Braeburn Aepfel. Wohoo!
Das Kaeseproblem hat sich mit den Eroeffnungen von Aldi und Trader Joes relativiert. Guter Kaese zu guten Preisen...
Und auch die KFZ Versicherung haben wir nach 2 Monaten gewechselt und kommen jetzt ganz gut weg.

Alles in allem haben wir uns super eingelebt und es gibt kaum noch Dinge, die ich heute auf dem Deutschland-Wunschzettel habe. Aber es gibt sie.... mehr ueber das Leben in USA und was uns so auffaellt gibts dann bei einem der naechsten Posts.

Euch allen vielen Dank, dass ihr schon ein Jahr lang dabei seit. Freue mich immer ueber Kommentare und beantworte auch gerne Fragen. Wer die nicht hier stellen moechte kann mir auch gerne eine eMail schreiben (esimon2511(at)gmail(dot)com).

In diesem Sinne - Gruss von unserer Maus: "stay cool"



Song of the day: Jackson Brown - Stay just a little bit longer

Dienstag, 13. Januar 2015

Was für ein Jahr!

Ein frohes und gesundes neues Jahr euch allen! Ich hoffe ihr hattet alle ein schönes Weihnachten und einen tollen Jahreswechsel.

Die Normalität ist wieder zurück und der Alltag hat uns wieder, nachdem wir vom 15.12. bis 8.1. Besuch unserer beider Familien im Haus hatten.
Ich denke es war ein ganz besonderes Weihnachten für uns alle, vor allem aber für Helene.
So konnten wir das Fest der Feste mit allen Großeltern gemeinsam verbringen. Wir hatten eine tolle Zeit und Helene jede Menge Aufmerksamkeit und Aktivität. Auch für uns Eltern war das mal ganz schön, ein wenig (bzw. eher tatkräftige) Unterstützung zu Hause zu haben.
Ich hatte zwischendurch die meiste Zeit frei und den ein oder anderen Brückentag habe ich aus dem Homeoffice gearbeitet. Hier in den USA ist ja nur der 25.12. ein Feiertag, d.h. am 24.12. und 26.12. wird ganz normal gearbeitet. Das gilt auch für den 31.12. - auch hier ist nur der 1.1. frei.

Pünktlich zum Jahreswechsel ist unsere neue Terrasse dann auch noch fertig geworden. Marcello und sein Team haben uns hier eine wunderbare Steinterrasse gelegt und somit konnten wir noch einige schöne Momente outdoor geniessen. Somit war es auch von Vorteil, dass am 26.12. gearbeitet wurde :-) Hier ein paar Bilder, aber ich echt wirkt es einfach viel schöner als auf den Fotos. Vor allem mit etwas Sonnenschein im Nacken...







Es ist ja schon etwas gewöhnungsbedürftig, bei 25 Grad Weihnachten zu feiern. So haben wir statt Gans &. Co. auch lieber den Grill angeworfen und ein Christmas-Barbecue gemacht. Natürlich in Shorts!

Sehr gefreut haben wir uns auch Silvester über den Besuch von Heike und Marcel, die mit uns gemeinsam den Jahreswechsel gefeiert haben. Die Terrasse haben wir jedenfalls gebührend eingeweiht und sie war auch um 4 Uhr Nachts noch genauso toll wie im alten Jahr.

Das neue Jahr geht schwungvoll weiter: Projekt Terrasse ist ja noch nicht fertig. Wir leben ja an einem See und zugleich in sehr warmen Gefilden. Das bedeutet gleichzeitig auch viel Ungeziefer und Stechmücken. Daher ist es hier üblich den ganzen Bereich mit einem großen Mückenschutz einzuzäunen. Das Ganze nennt sich dann screen enclosure. Kommt die Tage noch dran und wird uns im Frühjahr und Sommer das Leben lebenswert machen.

Ansonsten hat uns wie beschrieben der Alltag wieder. Helene wächst und gedeiht, entwickelt sich wunderbar. Rennt im Haus rum (und jetzt auch vermehrt draussen), erforscht alles, bekommt Zähne und entwickelt sich zu einer wunderbaren kleinen Lady.

Papa Simon hat die Arbeitswelt zurück. Es startet gleich mit einem größeren Projekt und daher werde ich wohl ein paar extra Stunden im Büro verbringen dürfen. Naja, ich sag ja immer wenn es die Familie satt macht ;-)

Mama Annika managt unser zu Hause und lässt sich von Helene beglücken. Besonders stolz bin ich zu berichten, dass sie im letzten Test ihres Englisch Kurses als Klassenbeste abgeschnitten hat. Respekt und Gratulation zugleich, denn mit so einem aufgeweckten und mobilen Kind noch die Zeit zu finden Englisch zu pauken ist schon beeindruckend.

2014 war ein aufregendes Jahr mit sehr viel Veränderung, sehr viel Abenteuer und Herausforderungen. Wir sind stolz, dass alles bislang so wunderbar funktioniert hat. Das verdanken wir zum Einen einer guten Planung und Organisation, zum Anderen aber auch weil wir einfach als Familie hervorragend funktionieren.
Am 20.01. werden wir unser Einjähriges hier in Jacksonville feiern. Unglaublich wie die Zeit vergeht. Dann ist sicherlich auch der Moment für einen kurzen Rückblick, den ich jetzt aus diesem Grund noch nicht machen wollte.

2015 steht vor dem oben beschriebenen Hintergrund daher für uns mal im Zeichen des Ankommens und Geniessens. Unseren neuen Alltag finden und sich Stück für Stück weiter in das Leben hier vor Ort zu integrieren.

Ich habe fest vor, auch im neuen Jahr weiter zu schreiben, wenn auch die Zeit neben Beruf und Familie etwas knapp ist. Gerne beantworte ich auch weiterhin Fragen rund um das Thema Leben in den USA und natürlich alles was mit den Schritten davor zusammenhängt.

Macht's gut und bis bald!


Song of the day: Dominick the donkey - Lou Monte

Freitag, 21. November 2014

Geburtstag, Besuch, Halloween und Jaxtoberfest - volles Programm!

Mit Schrecken habe ich festgestellt, dass ich nun schon fast einen Monat nichts mehr geschrieben habe... die Zeit vergeht wie im Flug und es ist eigentlich viel passiert bzw. viel los bei uns.
Zeit einiges nachzuholen und mal wieder das große Versprechen abzugeben, dass ich künftig wieder regelmäßiger schreiben möchte.

Helene's erster Geburtstag
Drei Wochen nach Einzug hatte Helene ihren ersten Geburtstag. Nicht dass sowas für die Eltern aufregend genug ist, was es für uns natürlich ein besonderes Ereignis dies im neuen Haus feiern zu dürfen. Pünktlich eine Woche vor ihrem großen Tag hat sie dann auch angefangen zu laufen.
Den Tag haben wir gemütlich gestaltet, am Nachmittag mit ein paar Freunden gefeiert.
Es gab eine schöne Geburtstagstorte mit Prinzessin oben drauf und natürlich ein paar neue Spielsachen. Schön war auch, dass Gabi & Norbert zum ersten Geburtstag eingeflogen kamen und Helene somit einen tollen Tag haben konnte.

Jaxtoberfest
Zum zweiten mal fand in Jacksonville das so genannte Jaxtoberfest statt. Als gestandener Bayer habe ich es mir nicht nehmen lassen, vorbeizuschauen. Wir haben daraus einen schönen Familienausflug gemacht, allerdings war das Wetter unmenschlich heiß und es gab relativ wenig Schatten. Was wir nicht wussten war, dass man für den Besuch der Bier-Pavillions ein VIP Ticket kaufen musste (ja, solche Feste kosten hier Eintritt). Die Laune war weiter getrübt weil man für jedes Getränk erst eine Getränkemarke kaufen musste. Die Schlangen waren ewig lang und somit war der Bier- und Getränkekauf eher eine Qual. Alles in allem lohnt sich das Fest nicht wirklich und ich bezweifle, dass wir nächstes Jahr nochmal hingehen werden. Hier ein kleiner Eindruck:




Halloween
Ein riesiges Ereignis in den USA ist Halloween. Kommt ja auch in Deutschland immer stärker, aber es wird noch lange dauern bis der Hype mit hier mithalten kann.
Wir haben uns sehr gefreut, als uns Steffi zu sich und ihrer Familie eingeladen hat um gemeinsam das Spektakel anzusehen. Vor allem weil Steffi's Nachbarn ordentlich auffahren, was Halloween Deko angeht. Einfach sehenswert.
So konnten wir uns einmal anschauen, wie das Trick-or-Treating genau abläuft. Die perfekte Vorbereitung für die Zukunft. Damit die Kinder in unserer Nachbarschaft nicht leer ausgehen, haben wir zwei Schalen mit Süßigkeiten vor die Tür gestellt mit einem netten Schild, dass sich doch bitte jeder etwas nehmen möchte, aber auch noch etwas für die anderen Kinder übrig lassen soll. Ob das gelungen ist weiß ich nicht, auf jeden Fall waren beide Schalen leer als wir wieder nach Hause kamen. Helene hat toll mitgemacht, den Hauptteil aber dann eher etwas schläfrig im Kinderwagen.... war ja auch schon spät und dunkel. Aber sehr selbst, hier ein paar Eindrücke:

Helene erschreckt das Gespenst....

Trick or Treating

Halloween Deko #1

Halloween Deko #2

Halloween Deko #3

Halloween Deko #4

Halloween Deko #5

Kennt ihr den noch?

Spooky home....

Da geht die Post(kutsche) ab

Viel Besuch
Obwohl erst ein paar Wochen im neuen Heim, durften wir schon reichlich Besuch in unserem Heim begrüßen. Zum Einen hatten wir ein super Wochenende mit Heike und Marcel, danach 2 Wochen Family time mit Gabi und Norbert und der Menesi Clan war auch zu einem sensationellen Wochenende bei uns.
Es macht uns sehr viel Spaß hier zu Hause Zeit mit unseren Gästen zu verbringen. Zum Einen haben wir es dann etwas einfacher mit unserer Maus und zum Anderen haben wir einfach jetzt die Möglichkeit, unseren Gästen eine tolle Übernachtungsmöglichkeit zu bieten. Eigenes Zimmer mit Bad und Seeblick :-)
Obligatorisch nicht fehlen darf der gemeinsame Grillabend - der Weber Grill möchte ja auch regelmäßig seinen Dienst tun.

Chillig im Kinderwagen mit Gabi und Norbert

Ebenso obligatorisch ist unser Besuch im schönen St. Augustine. Nur ca. 20min Fahrt von unserem Haus entfernt liegt die wunderschöne historische Altstadt direkt am Meer. Immer einen Ausflug wert.
Mit allen Besucherpaaren haben wir uns das Fort oder Kastell angesehen, inkl. der Kanonenvorführung. Der Ausblick dort ist echt etwas für's Fotoalbum. Hier ein paar schöne Schnappschüsse:







In diesem Sinne - auf bald! Waren eine Menge Bilder heute, aber das ist doch auch mal schön.


Song of the day: Happy Birthday (der Klassiker)


Samstag, 12. Juli 2014

Back in Business

Auch die schönste Zeit geht einmal zu ende und so ist es nun auch bei mir leider an der Zeit wieder arbeiten und somit auch Geld verdienen zu gehen. 
Nachdem ich die letzten 6 Monate eine wundervolle Elternzeit  geniessen durfte bin ich seit dieser woche wieder im Berufsleben angekommen. 

Wenn ich zurückblicke war es eine sehr aufregende zeit und ich habe das Familienleben in vollen Zügen genossen. 
Wir haben viel unternommen, aber auch unsere zeit als Familie genutzt, um uns einen platz zu suchen wo wir uns wohl fühlen und an dem wir uns auch eine gute Zukunft für unsere maus vorstellen können. 
Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich so viel von der Entwicklung und dem Wachstum meiner kleinen Maus miterleben durfte: vom ersten drehen von Bauch auf Rücken, über die ersten Sitz- und Krabbelversuche bis hin zu den aktuellen ersten Steh- und Gehversuchen. Und natürlich viele kleine und grosse dinge dazwischen drin. 
Kann nur jedem werdenden oder kürzlich gewordenem Papa empfehlen, so eine Baby Auszeit zu machen, wenn es die Umstände erlauben. 
Mit seinem Baby die Welt zu entdecken ist einfach die tollste Sache der Welt! 

Nicht zu vergessen natürlich auch meine liebe Ehefrau Annika, ohne die das gesamte Projekt überhaupt nicht möglich gewesen wäre. Bei keinem anderen Menschen wüsste ich unsere kleine Maus besser aufgehoben als bei ihr. daher ein riesen Dankeschön und ein grosses Kompliment an meinen Schatz!!! 

Da wir uns jetzt gut eingelebt haben uns es uns sehr gut in Jacksonville gefällt, haben wir uns entschlossen nach Abschluss unseres Eltern-"Urlaubs" erst mal für länger hier herzugehen. 
Damit das möglich wird brauche ich natuerlich eine Arbeit. Glücklicher Weise bietet Jacksonville einen unschlagbaren Vorteil für uns gegenüber allen anderen Städten in den USA - hier ist ein grosser Branch meines aktuellen Arbeitgebers. So habe ich mal meine Fühler ausgetreckt und siehe da... ich habe eine interessante Stelle gefunden und kurzerhand entschlossen, meinen beruflichen weg hier fortzusetzen. Ein Wechsel innerhalb eines Unternehmens ist meines Erachtens eine gute (und einfache) Möglichkeit, sich im Ausland zu etablieren. Da man mich hier im Unternehmen schon kennt habe ich im Gegensatz zu anderen potentiellen Arbeitgebern auch in USA schon eine anerkannte 'work history' und nebenbei auch schon einige Jahre relevante Berufserfahrung, was bei der Gewährung von Benefits hier keine unwesentliche Rolle spielt. 





Tja und somit hat mich die Financial industry wieder - in neuer Funktion und an einem neuen Ort, aber ich muss sagen: it's good to be back! 


Song of the day:   Baby come back - The Equals

Sonntag, 6. Juli 2014

Unser 5-Monats-Update

Long time no see!
Sorry für die lange Pause, aber bei uns ist im Moment viel los und da ist das bloggen etwas hinten runter gefallen...

Vor kurzem haben wir unser 5-Monatiges Jubiläum gefeiert. Wie schnell vergeht hier bitte die Zeit?

Inzwischen haben wir uns sehr gut eingelebt, das ist uns immer mehr bewusst. Fühlt sich an wie "zu Hause".
Das liegt vor allem an mehreren Dingen - hierzu ein kleines Update:

1) Wir haben eine sehr schöne Wohnung / Wohnanlage und fühlen uns sehr wohl. Man gewöhnt sich schnell an die Annehmlichkeiten hier und es ist immer mal wieder einen Moment lang komisch, weil man sich eher fühlt wie im Urlaubshotel. Jetzt wo die Maus immer größer wird ist es einfach sensationell mit ihr im Baby-Splash-Pool zu spielen und die Sonne (bzw. eher den Schatten) zu genießen.
Auch die Umgebung ist einfach schön - man kann am Strand spazieren oder im Park. Alles sehr gepflegt und gut in Schuss.

2) Wir haben sehr viele nette Menschen kennengelernt und uns einen kleinen Bekannten- und Freundeskreis aufgebaut. Das hätte ich mir niemals vorgestellt, dass das so schnell so wird. Besonders toll ist die Tatsache, dass wir auch einige sehr nette Kontakte mit Kindern haben, so dass Annika schon auf diverse Playdates gehen konnte und auch weiterhin viel und gerne mit anderen Müttern unternimmt.
Darüber hinaus wurden wir jetzt schon ein paar Mal eingeladen und hatten wiederum auch schon einige Male Besuch bei uns zu Hause. Zuletzt hatten wir am Nationalfeiertag - dem 4th of July - eine nette Einladung von Dad's ehemaligem Arbeitskollegen, da mein Dad aktuell auf Besuch hier ist.
Es gab ein traditionelles Barbecue mit Burgern und Hotdogs. Eigentlich auch mit Badehose wegen dem Pool, aber da hat uns leider das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht.

3) Der Maus geht es spitze - wir haben ein gesundes und munteres Kind, was uns jeden Tag ein strahlen ins Gesicht zaubert. Momentan versucht Helene sich überall hochzuziehen und bald wird sie stehen, laufen und viel Blödsinn anstellen. Helene war bislang nicht einmal wirklich krank, sieht man mal von zwei verschnupften Nasen ab, die man sich hier schon mal ab und an einfangen kann mit all der Klimaanlagen und Gewitterstürme.

4) Das Wetter ist traumhaft, wenn man es gerne warm und schwül mag. Warm ist super, die Luftfeuchtigkeit ist manchmal schon eine Herausforderung, aber am Ende gibt es halt nicht DAS perfekte Wetter.
Man hat auf jeden Fall einen hohen Verbrauch an Sonnencreme und sollte mind. 2 Sonnenbrillen besitzen, falls man mal eine nicht zur Hand hat.
Wir für unseren Teil kommen mit dem Klima super zurecht, wobei wir letzte Woche mal bei einem Ausflug nach St. Augustine über 100 Grad Fahrenheit hatten. Also so ca. 36-37 Grad Celsius. Da ist man nach kurzer Zeit einfach platt, das ist schon brutal heiß.

5) Die Möglichkeiten sind hier einfach so groß und man kann sich rund um die Uhr beschäftigen. Allein die Nähe zum Strand ist schon ein mega Asset. Auch wenn man mal einen schlechten Tag hat ist alles halb so wild, wenn man zum runterkommen 15 min am Strand entlang spaziert.
Aber auch neben dem Beach bietet Jacksonville eine Menge, was man erst nach und nach kennenlernt. Und ich bleibe dabei - es ist die gemütlichste Großstadt die ich kenne. Leben wir am Dorf und doch zentral und alle Annehmlichkeiten einer Großstadt.

Ansonsten blicken wir noch auf ein paar weitere Highlight zurück:

Mitte Juni haben wir unseren ersten Urlaub in Florida gemacht. Klingt komisch, ist aber so. Wir wollten nochmal eine andere Ecke sehen und ein paar Bekannte treffen. Daher waren wir eine Woche in Sarasota bei Astrid und Andi im Tropical Fruit Garden. Aber dazu kommt noch ein separater Blogeintrag....

Annika hat in der Zwischenzeit ihren Führerschein bestanden! Tolle Leistung, zumal der Test etwas schwieriger geworden ist. Bei mir waren es ja noch 2 Tests, wobei einer dieser Tests nur aus Schildern bestand, was im Prinzip sehr einfach ist. Seit Kurzem ist es aber so, dass es nur noch einen Test gibt mit 50 Fragen, der aber nur noch 3-4 Schilder-Fragen beinhaltet. Von daher muss man sich hier durch wesentlich mehr vom Rest der Fragen quälen.
Sofern jemand Tips zum Führerschein in Florida braucht, können wir aus unserer Erfahrung nur einen Tip geben: das offizielle Florida Drivers Manual 2x aufmerksam durchlesen. Alles was gefragt wird, steht dort drin. Hier der Link zum aktuellen Handbook.

Auch haben wir inzwischen ein weiteres Cell phone uns zugelegt. Nachdem wir mehr und mehr auch mal getrennt unterwegs sind fühlt sich das einfach sicherer an. Und irgendwie ist das schon komisch, sich ein Telefon zu teilen. Wir sind weiterhin bei T-Mobile und haben einen so genannten Family Plan. Habe ich noch geschrieben, dass die Kosten hier etwas höher liegen als in Deutschland finde ich das gesamte Pricing wieder deutlich erschwinglicher. Wir bezahlen jetzt ohne Handy 80 USD für beide mit unlimited talk und text sowie 1GB LTE data pro line. Also 40 USD pro Person, was etwas über 30 EUR sind. Da hatten wir in Deutschland deutlich mehr bezahlt.
Nette Anekdote nebenbei: wir haben unsere deutschen Verträge versucht zu kündigen mit unterschiedlichem Ergebnis. Während Annika's Vertrag problemlos aufgelöst wurde und zwar per sofort gegen Nachweis unseres lokalen T-Mobile agreements hat man mir die Auflösung versagt und will mich erst zum regulären Termin entlassen. Da hake ich aktuell gerade nach und bin gespannt wie die Geschichte weitergeht.

Interessant ist auch die Geschichte mit der credit history. Wir verfolgen das ja sehr genau und haben auch schon eine credit history aufgebaut, wenn auch noch nicht besonders gut und lange. Annika's ist etwas besser als meine, da sie einfach ihre Sachen nicht immer dabei hat und wir meistens meine Karte nutzen.
Die ideale Auslastung zum due date ist 30% des Limits, weshalb man ggf. eben kurz vorher etwas Geld auf die Karte überweisen muss, um den Balance bei 30% zum Stichtag zu haben. Habe ich aber erst etwas später gerafft und somit dauert es halt ein paar Wochen länger.
Immerhin hat es für Annika bereits gereicht, dass wir Kreditkarten-Werbung bekommen, was lt. Ratgeber ein gutes Zeichen ist. Bei ihrem favorite shopping store haben wir es dann mal gewagt und eine Kreditkarte beantragt - und siehe da - approved! Bei mir hat es leider noch nicht geklappt, ich muss wohl noch etwas länger warten.... wir brauchen ja eigentlich keine weiteren Karten, aber es hat Vorteile, wenn man mehrere Accounts hat. Da beißt sich das System am Anfang etwas in den Schwanz, aber am Ende bleibt uns nichts anderes übrig als das Spiel zu spielen. So what.

Last but not least ist aktuell wie schon erwähnt mein Dad zu Besuch und deshalb habe ich auch wenig Zeit für Bloggen gehabt. Wir freuen uns aber sehr, dass beide Großeltern uns hier regelmäßig besuchen und Helene ihre Großeltern relativ häufig sehen kann. Auch die "in-laws" Gabi und Norbert haben sich für Herbst wieder angekündigt.

Ausblick - wir stellen gerade die Weichen ob und wie es weitergeht mit uns hier in den USA. Nachdem ich ja öfters gefragt werde, ob ich auch mal wieder was arbeiten werde kann ich schon recht klar sagen: ja, muss ich. Und leider auch schon bald. Die Frage ist nur was und wo, aber dazu demnächst mehr......

Song of the day: 36 Grad - 2Raumwohnung

Donnerstag, 19. Juni 2014

WM Vorbereitung USA - Nigeria

Schon lange nichts mehr gebloggt, danke für die zahlreichen Hinweise via eMail oder Kommentar :-)

Heute möchte ich noch von der WM Vorbereitung berichten.
Mein erstes großes Sportereignis in Jacksonville - das letzte Vorbereitungsspiel der US Nationalmannschaft gegen Nigeria im hiesigen Ever Bank Field.

Unsere Freundin Judith war so nett und hat Karten besorgt und so konnte ich gemeinsam mit einer kleinen Gruppe "mixed couples" zum Spiel gehen.

Anfangen tut hier so ein Sportspektakel mit dem sogenannten "tailgating" - was im Prinzip eine Art Party auf dem Parkplatz ist, wo man je nach Ausmaß die Heckklappe öffnet und einen Cooler mit Getränken und Snacks parat hat. Das geht aber bis zu Zelten, Pavillons, Grills und dicke Musik-Anlagen. Nicht zu reden von den aufwändigen Bemalungen und Fanbekleidung.
So richtig viele Bilder davon habe ich nicht gemacht, aber eins zumindest was ich hier mal teilen kann:



Danach ging es auf ins Stadion. Hier ein paar Fakten zum Ever Bank Field, was eigentlich hauptsächlich das Stadion der Jacksonville Jaguars (NFL Football) ist.

Das Stadion gibt es seit 1995 und es fasst regulär ca. 67.000 Zuschauer. Bei Spezial-Events sogar ausbaubar bis auf 84.000.
Aktuell wird das Stadion ausgebaut und renoviert. Es entsteht u.a. die größte Videoboard der Welt und an einem Ende eine Entertainment Lounge mit Pools und Blick auf das Spielfeld. Ich bin gespannt und will unbedingt wieder hin wenn's fertig ist.


So nun aber auf zum Spiel.... etwas anstehen mussten wir schon, aber in der Zeit lernte ich den Schlachtruf der US Fans kennen:


I....
I believe....
I believe that....
I believe that we....
I believe that we will win, I believe that we will win, I believe that we will win, I believe that we will win, I believe that we will win, I believe that we will win, I believe that we will win, 
und so weiter....

Im Stadion eine schöne Atmosphäre. Das Stadion ist sehr weitläufig und bei über 30 Grad mit vorhergegangenem Regen ein wahres Sammelbecken für Luftfeuchtigkeit. Gefühlt lag die so bei 200% oder drüber....


Einlauf, Anstoss und Nationalhymne. Hier in USA ist das schon sehr emotional gemacht und man ist hier echt verdammt stolz auf sein Team. Ein toller Moment.


And now - let's play ball....



Wer Klinsi entdeckt darf sich in dessen elterlichen Betrieb gratis eine Brezel abholen ;-)

Spannende Anekdote aus der Halbzeit. Nachdem ich ca. 15min wegen Getränken (Bier) angestanden hatte teilte mir die Mitarbeiterin dann doch mit, dass sie komplett ausverkauft seien. IN DER HALBZEIT!!! HALLO????

Ein Irrer hatte es besonders eilig und wollte den Weg zu den Getränken (oder Toilette) vom oberen Rang abkürzen mit einem beherzten Sprung über die Brüstung. War halt etwas zu hoch und der Mann wurde vom Sanitäter abtransportiert. Er hat's überlebt, allerdings sicherlich nicht nur mit Prellungen. Das sah schon übel aus - Freunde von uns waren gleich nebendran und haben es hautnah miterlebt.
Ich wünsche ihm natürlich das Beste - aber bissl crazy ist das schon....

Am Ende siegte die USA gegen Nigeria mit 2-1. Das Volk war begeistert und geht jetzt voller Freude in den World Cup. Was die nur alle nicht wissen - spätestens am 26.6. wird die Siegesserie reißen und unsere Jungs werden den direkten Vergleich gewinnen.

Ein toller Tag und eine tolle Erfahrung. Ich hoffe, bald wieder bei so etwas dabei sein zu können.


Song of the day: Football's coming home - The three Lions


Dienstag, 27. Mai 2014

Was will man Meer?

Einer der entscheidenden Vorteile des Lebens hier in Florida ist die Nähe zum Beach.
So ein paar entspannte Sonnenstunden am Strand wirken manchmal wahre Wunder auf Körper und Seele. Um unseren aktuellen Heimvorteil mal ausgiebig zu nutzen haben wir uns letzte Woche Freitag auf gemacht und sind mit Sack und Pack zum Beach gefahren, um wirklich mal mehrere Stunden dort zu verbringen. Sonst waren wir immer mal auf einen Spaziergang oder einen Kurzbesuch. Mit im Gepäck unser extra dafür angeschafftes Beach-Zelt, was uns Sonnenschutz bieten soll und mit der kleinen Maus natürlich ein toller Platz zum spielen ist.

Wir waren etwas nördlich am Atlantic Beach in einer recht ruhigen Ecke. Trotz der 35 Grad haben wir uns nicht beirren lassen und unser Lager aufgebaut. Dank vorheriger Recherchen haben wir ein Zelt geholt, was wirklich total leicht auf- und abzubauen geht. Sehr angenehm, denn jede Minute der Zelt-Montage in der prallen Sonne ist eine Tortur kann ich euch sagen!

Hier der Blick aus unserem Beach-Tent:



Besonders groß war die Freude, als wir zum ersten Mal Delfine vom Strand aus beobachten konnten. Wer uns kennt weiß, das Annika diese Tiere unwahrscheinlich gerne mag und so war das natürlich das perfekte "I"-Tüpfelchen an einen tollen Sonnentag.

Spannend finde ich auch immer die anderen Leute zu beobachten, wie sie zum Schwimmen, Sonnen, Spazieren oder Fischen an den Strand kommen. Sogar Hunde sind hier erlaubt und so manch einer führt hier stolz seinen Vierbeiner bei diesen mörderischen Temperaturen durch den Sand.
Auch beliebt - Haifischzähne suchen. Muscheln suchen ist dagegen eher lahm, weil es von denen hier am Strand nur so wimmelt.... einmal gebückt und man kann sich aussuchen was man haben will. Boring!

Das Wasser ist übrigens angenehm warm, bietet aber dennoch ausreichend Erfrischung.

Obwohl ich mich gut eingecremt habe, muss ich doch EINE Stelle übersehen haben, wie mir abends im Bett auffiel. Ich denke ich war zwar nur max. 20min der prallen Sonne ausgeliefert, aber das hat schon gereicht um mir meine linke Hüfte zu verbrennen. Aber was sag ich - ein Sommer ohne Sonnenbrand ist doch kein Sommer, gell :-)

Nach ca. 2h haben wir dann aber doch wieder die Biege gemacht, es war einfach zu heiß! Die Maus hat geschwitzt wie blöde und wir natürlich auch. Das macht einen fertig kann ich euch sagen. Brutal.
Und dann auch noch überall dieser Sand, der dann gerne an der verschwitzten Haut haften bleibt. Am Ende will man nur noch unter die Dusche und den Kofferraum des Autos nie wieder öffnen....
Besonders fies sind auch diese Fliegen, die am Strand ständig an einem Hängen. Ich weiss gar nicht genau was das für Dinger sind - sehen aus wie Stubenfliegen, aber wenn die auf dir landen brennt das wie Hölle.... und man kennt ja diese nervigen Fliegen - wenn die dich im Visier haben, nerven die ununterbrochen. Also entweder permanent Fliegen verscheuchen oder leiden.... muss mich nochmal damit befassen, warum diese Biester so brennen auf der Haut. Wenn jemand das weiß, bitte auch gerne mal in einen Kommentar schreiben. Merci :-)

Last but not least hat Annika letzte Woche noch ein paar weitere Annehmlichkeiten des Beach-Daseins genossen. Beim Abendspaziergang mit Freundin Judith.... aber seht selbst, wie schön das Panorama Abends am Strand in Jax ist:

  





Song of the day: Fun Fun Fun - The Beach Boys

Freitag, 23. Mai 2014

4 Monate USA - 4 Monate Jacksonville

Kann man es glauben? Vier Monate sind schon wieder vergangen, seit wir hier gelandet sind.
Zeit mal wieder etwas zu reflektieren, was wir so erlebt haben und wahrgenommen haben.

Erst mal muss ich sagen, dass wir seit ein paar Wochen endlich das Wetter haben, von dem hier in Florida alle sprechen. Aktuell ist es schon recht warm (so um die 35 Grad soll es am Wochenende geben) und es wird eigentlich auch nicht wirklich mal deutlich kälter. Glaube 26 Grad war so das niedrigste an das ich mich erinnere. Also immer gut eincremen, Kopfbedeckung und Wasser dabei haben! Das haben wir uns hier schon gut angeeignet und ist auch wirklich wichtig.
Die Maus kommt eigentlich sehr gut mit der Witterung zurecht - muss halt viel trinken und gut geschützt werden, aber dann ist das für sie eigentlich recht angenehm.

An der Stromrechnung bemerkt man den Temperaturanstieg leider auch - so ist auch kontinuierlich die Rechnung nach oben gegangen Monat für Monat. Hier läuft das ja ein wenig anders als in Deutschland: wir bezahlen hier keinen Abschlag, sondern hier wird jeden Monat der tatsächliche Verbrauch abgerechnet. Für unsere kleine Wohnung ist das noch nicht tragisch, aber jetzt waren wir zuletzt das erste mal über 100$.

Mit dem Essen geht es eigentlich auch sehr gut muss ich sagen. Zwar hat man kein gescheites Brot, wenn man es nicht selbst bäckt, aber man isst hier einfach weniger Brot- und Backwaren. Dafür halt mehr anderen Kram. Wir machen viel selbst und gehen auch kaum essen - meist nur wenn ein Stammtisch stattfindet oder Besuch da ist. Gelegentlich mal eine Pizza liefern lassen, aber meistens kochen wir selbst. Sehr gerne machen wir selbst Burger, Tex-Mex Sachen oder mal nur einen Salat mit Hähnchen. Nudeln, Sandwich etc. - nicht spektakulär, aber meist sehr lecker.
Wenn wir Lust haben machen wir auch deutsche Sachen wie Pfannkuchen oder Gulasch. Eine gute Mischung eben. Wirklich fehlen tut mir am Essen nach 4 Monaten eigentlich nix - na gut, vielleicht mal ein schönes Stück Camembert vom Bergader, aber sonst nichts.

Obwohl wir Fertigprodukte meiden gibt es eine Sache, die uns schon sehr lecker schmeckt und die wir auch meistens im Kühlschrank haben. Pullet Pork mit Jack Daniels Sosse.... lecker in Verbindung mit Reis... und super schnell gemacht :-)


Dann hatten wir Anfang Mai unseren ersten Besuch hier - meine Schwiegereltern waren für 10 Tage hier. Wir hatten eine tolle Zeit und unser Sofa-Sleeper hat sich sehr gut bewährt.
In der Zeit haben wir viel unternommen, aber auch genügend Playtime mit der Maus gehabt.

An unserem 4-Monats-Tag hier haben wir uns eher einen "Ruhigen" gemacht und sind mal an den Pool gegangen. Mit zunehmendem Alter von Helene wird auch der Splash-Pool immer interessanter.... es macht auf jeden Fall viel Spaß mit der Maus hier zu plantschen. Und Wasser liebt unser Kind, was wir auch in jeder Schwimmstunde mit ihr sehen und merken.
Aber welches Kind könnte bei so einer tollen Anlage schon widerstehen?


Annika hat sich dann an diesem Tag auch noch als Lebensretter betätigt.
Irgendwie bemerkte ich im Augenwinkel etwas kleines schwarzes in den Pool laufen. Da ich Helene auf dem Arm hatte bat ich Annika mal nachzusehen, was das war. Und tatsächlich: ein kleiner Baby-Maulwurf hatte sich verlaufen und schwamm im Pool hin-und-her. Da er nicht mehr aus eigener Kraft über den Rand hinauskam, half ihm Annika wieder zurück in die Freiheit. Und in kürzester Zeit war der kleine Kerl wieder unter der Erde eingebuddelt.


Nächste Woche stehen wieder ein paar Treffen mit Bekannten an, worauf wir uns wieder sehr freuen. Neulich waren wir an einer schönen Marina eingeladen zu einem Treffen mit einigen Deutschen hier in Jacksonville zum zwanglosen plaudern. Jeder brachte ein paar "deutsche" Speisen mit, so dass wir ein leckeres Buffet zur Verfügung hatten. Nachdem fast alle Salat o.Ä. gemacht hatten, haben wir uns an Kuchen versucht. Korrigiere - Annika hat einen super tollen Kirschkuchen gebacken. Die Kinder fanden den am Ende so klasse, dass er komplett aufgegessen wurde und die letzten Stücke rationiert und zugeteilt werden mussten.... Kompliment mein Schatz :-)

Wie ich schon mal erwähnt habe, findet am 7.6. das letzte Länderspiel der USA vor der WM  in Jacksonville statt. Leider etwas spät, so dass wir nicht beide hingehen können, aber eine Karte haben wir besorgt bekommen und einer von uns wird hingehen. So ein Ereignis muss man schon mitnehmen, wenn mal was derartiges in der Stadt ist.

Last but not least denken wir auch immer mal über einen netten Zweitwagen nach. Irgendwas kleines schnuckliges, was Sprit spart und mit dem man wendig von A nach B kommt. Allerdings sollte zumindest ein Kinderwagen hinten rein passen.
Nach langem hin-und-her haben wir uns dann endlich geeinigt und unseren kleinen, kompakten Zweitwagen gefunden.... wir finden, genau das Richtige für hier....


In diesem Sinne... have a good one!


Song of the day: Vier gewinnt - Die fantastischen Vier

Mittwoch, 16. April 2014

Unsere Erfahrungen mit der Freundlichkeit

Allgemein ist es ja hinlänglich bekannt, dass die Amerikaner als wesentlich freundlicher und höflicher im Vergleich zu Deutschen gelten.
Heute will ich mal meine Erfahrungen nach knapp 3 Monaten USA dazu festhalten, was wir so beobachtet und erlebt haben.
Das Ganze fasse ich mal in einer Art Ranking zusammen. Es wäre schön wenn der ein oder andere auch mal einen Kommentar zu seinen Erfahrungen da lässt, weil mich die unterschiedliche Wahrnehmung schon mal interessieren würde.

Das Ranking geht von 1- die freundlichsten Menschen bis X - die unfreundlichsten, welche uns hier begegnet sind.

1. Menschen die etwas verkaufen möchten
Ganz klar und auch nicht wirklich überraschen. Wenn man irgendwo etwas kaufen möchte wird man hier sehr zuvorkommend und höflich behandelt.
Wie ich in einem anderen Beitrag schon mal geschrieben habe ist es manchmal direkt unangenehm, einen Kauf nicht zu tätigen, weil sich der Verkäufer sehr viel Mühe machte oder eben sehr nett zu einem war. Aber das muss man hier lernen und das tue ich auch schrittweise - das höfliche Absagen.
Erstaunlicher Weise erlebt man auch dann noch einen meist sehr höflichen Verkäufer.

2. Menschen die eine Dienstleistung erbringen
Hier meine ich zum Beispiel Leute, die einem telefonisch eine Auskunft geben oder Angestellte im Supermarkt, Zoo oder Restaurant. Hier habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht mit hilfsbereiten und bemühten Menschen. Service wird hier ja groß geschrieben und ich merke das auch.
Natürlich müssen die Meisten berufsbedingt auch freundlich sein, aber das ist ja trotzdem angenehm und etwas Positives.
Besonders in den Läden wo wir häufiger zu finden sind erinnern sich viele an uns (wegen dem Stroller, ihr wist schon - really cool stroller) und schäkern mit uns rum.

3. Menschen die einem in der Öffentlichkeit begegnen
Zunächst mal kommt man hier ja sehr schnell ins Gespräch in Warteschlangen, Aufzügen oder an der Kasse. Es ist uns aber auch schon aufgefallen, dass uns fast alle Jogger, Fahrradfahrer und Fußgänger, die uns begegnen sehr nett grüßen. Gerade auf unserer Stammstrecke - vom Reserve zum Walmart.
75% der Autofahrer sind hier auch sehr zuvorkommend und warten oder winken uns vorbei. Leider gibt es da aber auch 25% welche die Verkehrsregeln nicht beherrschen. Vermutlich wie überall auf der Welt....

4. Lieferanten und Monteure
Also hier trennt sich die Spreu sehr stark vom Weizen. Hier haben wir schon Licht und Schatten erlebt. Aber sehr viele der Lieferanten, Post- bzw. Paketboten oder der Möbelmonteure waren vergleichsweise unfreundlich. Es gab da auch ein paar Ausnahmen, aber das Gros war schon eher nüchtern und sehr sparsam mit Worten.
Etwas unsicher bin ich, wo ich die Essens-Lieferanten aufliste. Man hat ja nicht viel Kontakt und die sind auch meist in Eile, weshalb ich diese mal ausnehmen möchte. Wüsste jetzt auch nicht was ich außer der Frage nach dem Wechselgeld und einem schönen Abend noch groß reden sollte....

5. Unsere Nachbarn in der Community
Das ist so ziemlich das Letzte, was ich erwartet hätte. Ursprünglich war unser Gedanke ja mal, in eine Community zu ziehen, weil man dort neben den ganzen Annehmlichkeiten der Anlage auch schnell in Kontakt mit anderen Leuten kommt. Aber da lagen wir falsch. Im Gegenteil. Die Community Bevölkerung hier in unserer Anlage ist eher kontaktscheu und teilweise sehr unfreundlich. Damit meine ich z.B., dass man sich keines Blickes würdigt oder auch nicht grüßt, obwohl wir zuerst freundlich gegrüßt haben. Man wird schlichtweg ignoriert. Nicht von allen, aber 50% unserer Nachbarn laufen mit gesenktem Blick oder Handy am Ohr von Tür zu Auto.
Wir haben jetzt keine Probleme hier mit irgendjemandem, aber für uns war das schon recht gewöhnungsbedürftig.
Dave unser direkter Nachbar war zwar recht freundlich, allerdings habe ich ihn auch erst 2x gesehen.
Unten wohnt noch eine ältere Frau, die sich auch mit Namen vorgestellt hat. Ansonsten ignoriert man sich hier scheinbar.
Da es ja auch keine Namensschilder gibt ist die Anonymität natürlich noch höher, weil man nicht mal weiß wie der Nachbar heißt. Unsere deutschen Bekannten hier in Jax haben uns aber schon beruhigt und uns bestätigt, dass das hier wohl normal sei.
Irgendwie verstehe ich das auch, denn hier ist ja auch ein häufiger Wechsel und da gibt man sich nicht  mit jedem sofort ab. Dennoch hat uns das sehr überrascht.

So weit unsere Beobachtung und Einschätzung zum Thema Freundlichkeit der Menschen hier.
Wie gesagt, weitere Erfahrungen gerne in den Kommentaren.

Song of the day: People are people - Depeche Mode

Mittwoch, 9. April 2014

Springing the Blues at Jacksonville Beach

Letztes Wochenende fand hier in Jacksonville, genauer gesagt in Jacksonville Beach das Springing the Blues Festival statt. Nachdem wir viel Gutes darüber gehört hatten, beschlossen wir hinzugehen.
Leider war das Wetter am Wochenende etwas unbeständig und so mussten wir unseren Zeitplan mehrmals verschieben.
Am Sonntag - dem 6 Monats-Geburtstag unserer Maus - haben wir es dann geschafft hinzugehen.
Wir wussten überhaupt nicht was uns erwartet, weder von der Größe noch vom Angebot her.
Unser Ziel war auch nicht direkt ein klassischer Festival Besuch, sondern eher ein lässiges schlendern mit Baby, gekrönt mit einem kleinen Snack o.Ä. und vielen bunten Vögeln, die man auf solchen Events meistens antrifft.

Hier nun ein paar Eindrücke, die ich mit der Digicam festhalten konnte.
Denke nächstes Jahr sind wir sicherlich ausführlicher mit dabei, Spaß hat es allemal gemacht.

Hauptbühne - der Max Beach Pavillon

Chilis auf der Wiese zur Blues-Musik abhängen

Festival in Mitten der Stadt

Wer knapp bei Kasse ist, braucht nicht zu schwitzen :-)

Klassischer Festival Shop

Das rosa Schild für unsere Maus, das rote für die Freunde / Bekannte aus der FFW???

Ohne Worte....

Sharky kümmert sich um die Kinder

Nebenbühne

Hier gibts was auf die Backen

Unser sweet treat - Funnel Cake

Der Funnel Cake ist im Prinzip ähnlich einer Schmalznudel - in Fett gebacken und mega lecker...  die Portion allerdings ist schon für 2 Personen recht üppig.
Davor gab es noch ein leckeres pullet Pore Sandwich... yummie :-)

Mein persönliches Highlight war der Limonadenverkäufer, der mich gleich mit Handschlag herzlichst begrüßte. Als er meinte, dass er mich noch vom letzten Jahr kennt, musste ich lachen. Immer wieder erfrischend, wer einen alles so kennt und wo man so gewesen ist.... ;-)

Song of the day: Still got the blues - Gary Moore
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